SSH VPN mit den iproute2 Tools

Vor einiger Zeit habe ich gezeigt, wie man ein SSH VPN erstellt. Heute gibt es nun die verbesserte Version, die auch iproute2 Tools benutzt, die ifconfig & Co. abgelöst haben.

Es gelten die gleichen Regeln wie für den alten Beitrag. Als kleine Abweichung nutzen wir diesmal das tun0 Interface, aber das ist reine Kosmetik.

Vorbereitungen

Auf dem VPN Server muß der SSH Tunnel erlaubt sein. Dazu tragen wir „PermitTunnel yes“ in /etc/ssh/sshd_config ein und starten den sshd neu.

Auf dem Clienten

Als erstes öffnen wir den Tunnelverbinder und wie man an den neuen Optionen sehen kann, brauchen wir kein Sleep mehr, denn das macht SSH jetzt für uns von ganz alleine :

ssh -NTCf -w 0:0 root@2te.vpn.server.ip

auf dem VPN Server

 ip link set tun0 up;
 ip addr add 10.0.1.1/32 peer 10.0.1.2 dev tun0;
 echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/ip_forward ;iptables -t nat -A POSTROUTING -o eth0 -j MASQUERADE;

Da der SSH Befehl im Hintergrund anbleibt, können wir auf das Sleep verzichten und direkt zum Clienten wechseln.

Auf dem Clienten

ip link set tun0 up;
ip addr add 10.0.1.2/32 peer 10.0.1.1 dev tun0;
route add 2te.vpn.server.ip gw alte.gw.ip;
route del default gw alte.gw.ip;
route add default gw 10.0.1.1 dev tun0;

Das wars schon wieder, sofern Ihr keine Fehlermeldung bekommen habt. Wichtig ist die Reihenfolge der Aktionen, also daß SSH zuerst gestartet wird, damit das Tunnelinterface auf der Serverseite vorbereitet werden kann. Wenn man nach SSH z.b. „ip link delete tun0“ eingibt, war alles umsonst und es wird nicht funktionieren.

Update:

Falls ihr ein „Cannot find device „tun0““ bekommt, dann führt mal mit Rootrechten “ tunctl -t tun0 -n “ aus.

 

Jabbermeldungen von der Konsole schicken

Normalerweise geht man davon aus, daß Jabber/XMPP-Clienten von Menschen bedient werden. IM macht ja nur sinn, wenn jemand anderen was schicken will. Dieser Andere muß aber nicht notwendigerweise ein Mensch sein, ein Server tut es natürlich auch.

„SendXMPP“ heißt der Befehl. Das in Perl geschriebene Script ist nicht ganz fehlerfrei, aber dafür kommt es mit TLS Unterstützung, was es sympathisch macht, da so die Verbindung zum eigentlichen Jabberserver brav verschlüsselt wird.

echo "Das sieht aus, wie eine normale Nachricht auch aussieht." | sendxmpp -n -t  -u "Shell.Bot" -j xmpp.server.de -p 02332dfs09329324jfd  Ziel@xmpp.server.de

Da die Eingaben von STDIN angenommen werden oder von einer Datei stammen dürfen, kann man das Script praktisch an so alles ranstöpseln, was Statusinformationen loswerden will. Das geht soweit, daß man es über Webseiten z.b. zum Senden von Kundennachrichten an den Support benutzen kann.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Shelllösung zum Abchecken, ob das Ziel überhaupt online ist. Damit könnte man dann den Livechat auf der Webseite ausgrauen, wenn niemand erreichbar ist. Da Jabberclienten i.d.R. beliebig viele JabberAccounts verwalten können, hat man natürlich richtig viele gute Möglichkeiten hierarchisch strukturiert Kundensupport zu leisten und auch verschiedene Quellen bei Personen zusammen zu führen.

Anmerkung: Die Config von sendxmpp liest die „derzeit“ aktuelle Version leider nicht sauber ein, deswegen die Parameter. Im Prinzip kann man die aber an einen Linux-Useraccount binden und muß die dann nicht mehr eingeben.

Fehlermeldungen:

„Use of uninitialized value in string eq at /usr/bin/sendxmpp line 515
Error ‚AuthSend‘: [?]“

Wer die findet, sollte die Parameter für Usernamen/Server/Passwort in die Kommandozeile verlagern.

NetFlix Chrome : m7111-1957-205032

NetFlix und Linux sind ja  so zwei Dinge die nicht sofort funktionieren.

NetFlix Wenn man NetFlix nutzen will, muß man Google-Chrome installieren. Im Prinzip funktioniert es dann out-of-the-box. Wer aber beim Playback den Fehler „m7111-1957-205032“ bekommt, der ist aufgeschmissen, denkt man. Die Lösung liegt im Deinstallieren des „Fedora-user-agent-chrome“ Pakets. Das installiert sich nämlich ungefragt mit und funktioniert dann nicht mal 🙁

Wenn das runter ist vom Rechner, Chrome neustarten und dann bei NetFlix diese URL aufrufen:

http://netflix.com/clearcookies

Das löscht die alten Cookies auf dem Server. Dort steht u.a. auch der User-Agentstring, den das Plugin gestört hatte. Wenn man dann NetFlix aufruft, geht es einfach. Viel Spaß.