WordPress: Let’s Encrypt Zertifikate und PHP CURL

Let’s Encrypt Zertifikate und PHP CURL sind wie es scheint eine unheilige Verbindung, denn sie wollen nicht zusammen arbeiten. Aber der Reihe nach:

Am Anfang war das Update…

… und nach dem WordPressupdate, kommt auch die WordPress-Netzwerk-Updatefunktion, die, wenn man wie Bloggt-in-Braunschweig.de eine MultiSite betreibt, alle Blogs auf Stand bringt. Das war bislang kein Problem, weil die ohne SSL im Spiel zu haben, updated WordPress die Subinstallationen per HTTP aufruf. Nun, wenn man wie unsere Admins aber ein Lets Encrypt Zertifikat für die WordPressseite benutzt, ruft man den WP-Admin auch mit HTTPS auf, weil sonst das Zertifikat vollkommen umsonst wäre.

Solange man selbst den Adminteil aufruft, ist alles ok, weil der Browser kennt das LE Root Zert schon. Will man jetzt aber das Netzwerk updaten, ruft WordPress die Subseiten auch per HTTPS auf, auch wenn die gar nicht per HTTPS erreichbar sind, weil sie mit Subdomains arbeiten, für die der Webserver auch konfiguriert sein muß. Ab 100 Subdomains spielt LE auch bei der Zertifikaterstellung nicht mehr mit, was bedeutet, MultiSites mit über hundert Blogs müssen ein Wildcard-Zertifikat kaufen und das kann ins Geld gehen.

Jetzt gibt es zwei Wege das Problem mit LE zu lösen, ohne Geld auszugeben :

Man wechselt unschön auf HTTP und aktualisiert die Blogs so, oder man manipuliert den ROOT.CA Speicher von PHP und parkt das LE Root CA dort. Der letztere Teil rein technisch nicht weiter tragisch:

  1. Firefox aufmachen -> Einstellungen -> Erweitert -> Zertifikate  und das LE ROOT unter DST suchen und als /home/username/LEROOTCA.cert abspeichern.
  2. im PHP Code vor das curl_exec() folgende Anweisung schreiben:
    curl_setopt ($ch, CURLOPT_CAINFO, ‚/home/username/LEROOTCA.cert‘);
  3. Dann sollte das PHP Script auch das LE Zertifikat akzeptieren

Hier ein paar Wege um an so ein Zertifikat zu kommen:

Im FireFox auf der Seite mit dem benötigten Zertifikat einfach die Seiteninformationen aufrufen, dann Sicherheit und Zertifikat ansehen ( Details ) :

Wie man Zertifikate Exportiert Ein Klick auf Export und

Und speichern...

Jetzt der Haken an der Sache: im WordPress sind einfach zu viele Curl Calls drin, als das man als Laie mal eben die obige Operation durchführen kann. Ergo: Melden wir WP-User uns jetzt mal bei WP, auf das die den Support für LE bei WordPress einfach mitbringen 🙂

 

 

BND bekommt eigene VDS für 6 Monate ohne Beschränkungen

Wie einem Artikel von Heise zu entnehmen ist, hat der Bundesrat einem Gesetz zugestimmt, daß dem BND eine sechs monatige Vorratsdatenspeicherung aller Verbindung- und Standortdaten erlaubt. Der BND darf diese Daten nach eigenem Gutdünken durchsuchen, ohne daß es eine kontrollierende Instanz wie einen Richterbeschluß gibt. Die Daten dürfen sogar automatisch mit anderen Ländern getauscht werden.

Damit ist faktisch ein Überwachungsstaat geschaffen worden, der ohne rechtsstaatliche Kontrollen alle Daten erfassen kann und wird. Offiziell dürfen natürlich nur Ausländer überwacht werden, aber an Datenströmen steht so selten dran, daß sie nicht aus oder nach Deutschland kommen.

Damit sollte eine rote Linie für alle Bürger überschritten sein, die bisher nichts zu verstecken hatten, denn jetzt sind auch sie betroffen und können jederzeit zum Ziel von Ermittlungen werden, nur weil jemand einen Zahlendreher bei der Eingabe einer IP Adresse gemacht hat. Das war zwar vorher schon möglich, aber wurde zumindest noch von einem Richter abgesegnet.

Für uns Linuxnerds heißt es jetzt natürlich zu handeln. Großflächige Überwachung können wir mit großflächigem Einsatz von VPNs und allgemeiner Verschlüsselung bekämpfen, denn wenn der Preis zum Entschlüsseln aller Verbindungen zu hoch wird, kann sich das der BND oder auch die NSA schlicht nicht leisten. Wenn das ganze Internet verschlüsselt ist, kann man nur noch die Datenströme verfolgen und dekodieren, die einem wirklich wichtig sind. Daran ändern auch die viel beschworenen Quantencomputer nichts. Die Überwachung der Standortdaten kann man ganz leicht umgehen, schaltet das Handy einfach mal aus!

Deswegen gibt es hier im Blog demnächst die Neuauflage der Anleitungen zum Aufbau von VPNs, Anweisungen zu Kryptomessangern, Anleitungen zum Aufsetzen von sicheren PCs und Webserverdiensten. Zukünftig an der eigenen Kategorie „Secure The Web“ zu erkennen.

 

Erstmals eine (fast) fehlerfreie Scammeremail

                                                             Datum: 02.11.2016

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Auf den ersten Blick nicht schlecht 🙂 Wenn da nicht der unsachgemäße Einsatz eines „,“ wäre und ein „s“ statt „ß“ benutzt würde, man könnte glauben es wäre von einem Deutschen geschrieben.  Der Witz schlecht hin ist natürlich der Hinweis auf die korrekte Schreibweise 😀 Ja, Jungs, genau das moniere ich ja auch immer wieder 😀  In Grammatik haben Sie auch wieder nicht aufgepaßt:  Anreden immer groß Leute!

Die üblichen Checks greifen hier natürlich auch wieder:

Keine Anrede, außer der Emailadresse .. macht keine Bank.
Server steht irgendwo im Ausland, auch unwahrscheinlich.
Und natürlich wird genau das hier keine Bank per Email machen,
wenn doch ist das ein Grund die Bank zu wechseln !

Also wie immer: Ab in die digitale Mülltonne damit !