Bluetooth Proximity Tool

Zunächst installieren wir einmal das Paket „blueproximity“ via „dnf install blueproximity“ .

Wenn das Programm gestartet wird, suchen wir uns zunächst einmal das BlueTooth Gerät aus, das als Trigger dienen soll:

BT-2Danach sollte man den Kanal auswählen auf dem das BT Protokoll arbeiten soll. Ein Status „benutzbar“ ist empfehlenswert 😉

Danach setzen wir die Alarmparameter auf die uns genehmen Werte. Die Distanz Ihres verbundenen Handies wird Ihnen ganz unten angezeigt. Mit 127 ist aber nicht 127 Meter gemeint, sondern „ist komplett außer Reichweite / ist aus“ und „0“ ist direkt in der Nähe. Daher sollte man nur Entsperren, wenn das Handy im direkten Umfeld ist, also „0“ und „1“ für die min. Sperrendistanz, sobald man sich bewegt. Die Zeit ist natürlich die Dauer dieses Zustandes, so kann man z.b. durch das Büro gehen ohne das gleich der Bildschirm gesperrt wird.

Um sich mal eine Vorstellung von den Distanzwerten zu machen, der Wert „1“ wurde meinem Laptop angezeigt, als mein Handy bereits 3 m Luftlinie weg war, um die Ecke einer Wand mit vielen Elektrogeräten. Dieser Wert dürfte also ruhig etwas empfindlicher berechnet werden .

BT-1

 

In der „Sperren“ Optionen können wir die Sperrkommandos für den Screensaver angeben. Die Kommandos die dort bereits drinstehen sind für Gnome 2, also nicht mehr brauchbar.  Unten habe ich die neuen DBUS Kommandos gepostet, mit denen man Sperren und entsperren kann.
BT-4

Sperrkommando :

dbus-send --type=method_call --dest=org.gnome.ScreenSaver /org/gnome/ScreenSaver org.gnome.ScreenSaver.Lock

Entsperrkommando:

dbus-send --session --dest=org.gnome.ScreenSaver --type=method_call /org/gnome/ScreenSaver org.gnome.ScreenSaver.SetActive boolean:false

Das Entsperrkommando ist allerdings nicht perfekt. Es entsperrt zwar den Bildschirm, man muß das Passwort also nicht mehr angeben, aber der Bildschirm bleibt dunkel. Sobald man die Maus bewegt, kann man aber weiterarbeiten.

Sollte man sein Handy verloren haben ;), kann man sich natürlich auch ganz normal mit Passwort einloggen.

Im TOP-Icon-Contextmenü des Programms kann man es auch temporär abschalten. Das macht aus Gründen des Energiesparen natürlich viel Sinn, besonders beim Handyakku.

Mitarbeit

Wenn Ihr Vorschläge habt, wie man den Screensaver nicht nur freischaltet, sondern auch gleich Bildschirm wieder sichtbar macht, dann hinterlaßt einen Kommentar. Den richtigen Tip werde natürlich in den Text aufnehmen.

versteckte Cinnamon Tastaturkürzel

Im Tastatureinstellungsprogramm von Cinnamon kann leider nicht alles konfigurieren. Wer gerne einen Shortcut, sagen wir mal auf der SUPER/WIndows-Taste, haben will, der wie bei GNOME alle Arbeitsflächen anzeigt, hat soweit ich das sehen kann, Pech gehabt. Es gibt keine Funktion in dem Tool daß genau das macht.

Zum Glück gibt es versteckte Tastenkombinationen, die genau das machen. Allerdings halte ich diese für „umständlich“:

  • Ctrl+Alt+Up goes to Expo.
  • Ctrl+Alt+Down goes to Scale.
  • Ctrl+Alt+Left/Right switches to the left/right adjacent workspace.
  • Ctrl+Alt+Shift+Left/Right moves the active window to the left/right adjacent workspace.

Schön wärs, wenn man das z.b. auf SUPER legen könnte.

GNOME designt die Einstellungen um :(

Spoileralarm: RAGE DETECTED

Die ersten Screenshots des „neuen“ Designs vom GnomeControlCenter wurden veröffentlicht und enttäuschen auf ganzer Linie :

https://feaneron.com/2016/07/21/the-new-keyboard-panel/
https://blogs.gnome.org/aday/2016/01/13/a-settings-design-update/

Folgendes Video wurde dazu bereit gestellt und es ist echt häßlich 🙁

 

Es sieht aus wie in den 80ern des letzten Jahrhunderts, nur mit ner höheren DPI Zahl. Von „Schick“ kann man IMHO leider nicht reden.

  • – Die riesigen Leerflächen die sich aus dem Gridlayout ergeben, sind so Windowslike, daß es einen an****.
  • – Bei Gnome 3.16 waren z.b. Eingabefelder allesamt gerundet, mit 3.18 wurde es eckig und das hier ist der nächste Schritt zum „eckig4präsident“ Design.
    – Die bunten Icons wurden eingegraut.
  • – Die icons sind.. und das kommt ausgerechnet von mir… zu klein!
  • – Was sollen die Texte daneben ?
  • – Das Alarmrot ist völlig unpassend, es passiert nicht wirklich schlimmes, wenn man auf Remove drückt.

Anstatt die Möglichkeiten von Gnome zu erweitern, so wie es Cinnamon macht ( ja, mittlerweile läuft das bei mir auch ohne Nebenwirkungen 😉 ), wird Zeit mit so einem Unsinn verplempert. Man könnte annehmen, daß wieder mal ein Möchtegerndesigner das Kommando hat und Design vor Funktion stellt (und dann nicht mal was davon versteht ).

Wie man dem Video aber auch entnehmen kann, könnte man das alte Layout derzeit noch weiter benutzten. Allerdings kenne ich das von anderen Projekten schon, wenn das neue Layout den Usern nicht gefällt, wird das alte einfach hart abgestellt und die User gezwungen das neue zu benutzen. Es paßt dann einfach nicht ins Ego der Macher, daß die Benutzer „uncool“, „unverständige **********“,“rückwärtsgewandte H****“ usw. sind, also einfach keinen Bock auf neues haben 😉

Manchmal glaube ich, daß bei solchen Gruppenentscheidungen, gar keine Gruppenentscheidungen stattfinden, sondern die Herde dem Typen folgt, der was neues vorschlägt und das nur um genau nicht ein rückwartsgewandter I**** sein zu müssen, auch wenn es dem Gruppenmitglied nicht gefällt.

Errinnert stark an den Iconlayoutkampf Flat vs. Realism. Es wäre so cool, wenn man als User die Wahl hätte welches Layout man will. Ja, natürlich ist das ein klein bisschen mehr Arbeit, aber die macht eh mein CPU Sklave 😉

Zum Glück ist man sich seinen Desktop aussuchen, insofern muß man gewisse Sachen nicht mitmachen. Ich mag das Grundlayout und die Grundbedienung von Cinnamon zwar nicht, aber so langsam bekomme ich das System auch unter meinen Willen. Da Cinnamon im Gegensatz zu 3.18 keine Ruckler auf dem Zwei-Monitor System hat, ist das eh grade in Betrieb. Und mit den Desklets kann auch nette Sachen zaubern. Da kann sich GNOME noch eine Scheibe abschneiden. Ich fürchte nur, daß die keine Zeit haben, was echtes zu verbessern, solange sie sich mit son Layoutmist abgeben.

Auf Eure Meinungen bin ich mal gespannt.