GNOME designt die Einstellungen um :(

Spoileralarm: RAGE DETECTED

Die ersten Screenshots des „neuen“ Designs vom GnomeControlCenter wurden veröffentlicht und enttäuschen auf ganzer Linie :

https://feaneron.com/2016/07/21/the-new-keyboard-panel/
https://blogs.gnome.org/aday/2016/01/13/a-settings-design-update/

Folgendes Video wurde dazu bereit gestellt und es ist echt häßlich 🙁

 

Es sieht aus wie in den 80ern des letzten Jahrhunderts, nur mit ner höheren DPI Zahl. Von „Schick“ kann man IMHO leider nicht reden.

  • – Die riesigen Leerflächen die sich aus dem Gridlayout ergeben, sind so Windowslike, daß es einen an****.
  • – Bei Gnome 3.16 waren z.b. Eingabefelder allesamt gerundet, mit 3.18 wurde es eckig und das hier ist der nächste Schritt zum „eckig4präsident“ Design.
    – Die bunten Icons wurden eingegraut.
  • – Die icons sind.. und das kommt ausgerechnet von mir… zu klein!
  • – Was sollen die Texte daneben ?
  • – Das Alarmrot ist völlig unpassend, es passiert nicht wirklich schlimmes, wenn man auf Remove drückt.

Anstatt die Möglichkeiten von Gnome zu erweitern, so wie es Cinnamon macht ( ja, mittlerweile läuft das bei mir auch ohne Nebenwirkungen 😉 ), wird Zeit mit so einem Unsinn verplempert. Man könnte annehmen, daß wieder mal ein Möchtegerndesigner das Kommando hat und Design vor Funktion stellt (und dann nicht mal was davon versteht ).

Wie man dem Video aber auch entnehmen kann, könnte man das alte Layout derzeit noch weiter benutzten. Allerdings kenne ich das von anderen Projekten schon, wenn das neue Layout den Usern nicht gefällt, wird das alte einfach hart abgestellt und die User gezwungen das neue zu benutzen. Es paßt dann einfach nicht ins Ego der Macher, daß die Benutzer „uncool“, „unverständige **********“,“rückwärtsgewandte H****“ usw. sind, also einfach keinen Bock auf neues haben 😉

Manchmal glaube ich, daß bei solchen Gruppenentscheidungen, gar keine Gruppenentscheidungen stattfinden, sondern die Herde dem Typen folgt, der was neues vorschlägt und das nur um genau nicht ein rückwartsgewandter I**** sein zu müssen, auch wenn es dem Gruppenmitglied nicht gefällt.

Errinnert stark an den Iconlayoutkampf Flat vs. Realism. Es wäre so cool, wenn man als User die Wahl hätte welches Layout man will. Ja, natürlich ist das ein klein bisschen mehr Arbeit, aber die macht eh mein CPU Sklave 😉

Zum Glück ist man sich seinen Desktop aussuchen, insofern muß man gewisse Sachen nicht mitmachen. Ich mag das Grundlayout und die Grundbedienung von Cinnamon zwar nicht, aber so langsam bekomme ich das System auch unter meinen Willen. Da Cinnamon im Gegensatz zu 3.18 keine Ruckler auf dem Zwei-Monitor System hat, ist das eh grade in Betrieb. Und mit den Desklets kann auch nette Sachen zaubern. Da kann sich GNOME noch eine Scheibe abschneiden. Ich fürchte nur, daß die keine Zeit haben, was echtes zu verbessern, solange sie sich mit son Layoutmist abgeben.

Auf Eure Meinungen bin ich mal gespannt.

How To: Wie man nvidia akmods nachbaut

Wer Fedora benutzt und eine Nvidia Grafikkarte, wird i.d.R. auch die RPMFusion Treiber für Nvidia benutzen, da diese einfacher zu installieren sind als Nvidia selbst zu kompilieren.

Mußte man früher auf die neuen Kerneltreibermodule warten, weil sie passend vorkompiliert waren, werden diese heute über akmods gebaut, wenn ein neuer Kernel installiert wurde.

Was aber, wenn das aus irgendeinem Grund nicht ging ?

Dann bootet Eurer Rechner sich in eine Endlosschleife beim Start. Aus dieser gibt es nur ein Entkommen: Rebooten und dann einen anderen Kernel auswählen.

Damit hat man erstmal ein funktionierendes System zurück, aber nutzt einem das was ? Nein!

Die Module werden in Abhängigkeit vom aktuell laufenden Kernel getestet und notfalls beim Booten gebaut. Da ein alter Kernel läuft und gebootet hat, braucht man jetzt kein neues Modul mehr, weil es ist schon da.

Anstatt also auf alle installierten Kernel zu testen und zu bauen, wird nur auf den laufenden Kernel getestet. Also kann man die Module nur bauen, wenn der Rechner den neuen Kernel bootet: Ein Teufelskreis 😀

Wie man die Kernelmodule selbst baut

Wir brauchen die üblichen Balls-of-Steel, das Rootpasswort und jemanden, der Euch clevererweise diese Anleitung ausgedruckt hat, denn Ihr werdet Sie sonst nicht lesen können, wenn Ihr das macht 😉

1. Rebooten in das Grubmenü

2. Im Grubmenü den aktuellen Kernel auswählen und „e“ drücken

3. Ihr seht den Grubbooteintrag für diesen Kernel vor Euch:

Die ganzen XXXX sind Platzhalter für Eure UUIDS von den Festplatten, einfach ignorieren!

load_video
set gfxpayload=keep
insmod gzio
insmod part_msdos
insmod ext2
set root='hd2,msdos1'
if [ x$feature_platform_search_hint = xy ]; then
    search --no-floppy --fs-uuid --set=root --hint-bios=hd2,msdos1 --hint-efi=hd2,msdos1 --hintbaremetal=ahci2,msdos1  XXXX
else
    search --no-floppy --fs-uuid --set=root XXXXX
fi
linux /vmlinuz-4.6.4-201.fc23.x86_64 root=/dev/mapper/luks-XXX ro vconsole.font=latarcyrheb-sun16 rd.luks.uuid=luks-caXXXX 
rd.luks.uuid=luks-XXX rhgb quiet splash LANG=de_DE.UTF-8 1
initrd /initramfs-4.6.4-201.fc23.x86_64.img

Die grüne Zeile ist die wichtige Zeile für Euch. Hängt am Ende eine „1“ dran, so wie oben zu sehen. Damit bootet der Rechner nicht in die Grafische Oberfläche ( Runlevel 5), sondern geht in die Rootkonsole ( Runlevel 1 ) . Im Runlevel 1  werden die ganzen nicht existenten Treiber noch nicht geladen, weswegen das funktioniert.

4. Gebt das Rootpasswort ein, wenn Ihr gefragt werdet

5. gebt „akmods“ ein .. und wartet bis es fertig ist. Es dauert ein bisschen.

6. gebt „init 5“ ein, wenn keine Fehler gemeldet wurden und Eurer Rechner bootet in die normale Oberfläche weiter – mit dem neuen Kernel

 

vorgestellt: Desktop Feedreader Liferea

Viel Auswahl hat man im Fedora Repository nicht, was Desktopclienten für RSS Feeds betrifft. Zum Glück braucht man die auch gar nicht, denn Liferea kann bislang fast alles, was ich von ihm möchte 🙂

Das hinzufügen von RSS Feeds ist denkbar einfach:

Liferea-1Liferea-2

Natürlich funktioniert er auch im Fenstermodus, ohne gleich Fullscreen zu gehen:

Liferea-3

Die Abos können leicht verwaltet werden. Drag & Drop ist hier das bevorzugte Mittel. Unterordner können leicht angelegt werden, so daß man komplexe Braumdiagramme bauen könnte, wenn man es braucht.

Über die POPUP Funktion wird man über neue Nachrichten automatisch informiert:

Bildschirmfoto vom 2016-07-20 11-07-38Das eigentliche RSS Problem, daß die eigentlichen Inhalte nicht gleich gelesen werden können, läßt sich leider so nicht lösen 🙁

Da gibt es also in der Tat noch verbesserungsbedarf. Für den Anfang wird es der Reader tun.