Corona: mit Schüttelfrost bei 34 Grad in Braunschweig

2,5 Jahre hat es nur gedauert, da kam der Virus leider auch bei mir an. Ich bin zwar nicht auf der Intensivstation gelandet, aber ein Zuckerschlecken war es bis heute um 11:30 Uhr nicht. Hört und lernt von meiner Geschichte.

Corona: mit Schüttelfrost bei 34 Grad in Braunschweig

Meine Leidensgeschichte fängt am Samstag um 17  Uhr mit leichtem hüsteln an. Im Laufe des Vorrundenspiels der Deutschen Frauen gegen Finnland entwickelte sich bereits ein Husten, das dann bis 0:30 Uhr zu einer schmerzhaften Hustkaskade eskaliert. Nun erfolgte die erste Zufuhr an Vitamin A,C,E, Folsäure und Omegasäuren, sprich, ein Lachs mußte dran glauben, aber keine Sorge, der war schon länger tod 😉 Vitamin D3 und K waren schon seit Wochen zugeführt. An der Front war also alles für den Abwehrkampf bereit.

Um 0:50 Uhr bekam ich einen 2h langen Schüttelfrostanfall, der natürlich mit Husten zusammen fiel. Selbst zwei Decken reichten nicht aus um den Körper ausreichend zu wärmen und an eine Bettflucht war wegen dem Anfall nicht zu denken.

Die Nacht wurde von Sekundenschlaf bestimmt, nur um gegen 9 Uhr erneut einen 2h Schüttelfrostanfall zu bekommen. Diesmal mit 2 Decken und 1 Heizdecke gut im Griff. Gegen 12:30 Uhr bahnte sich ein erneuter Anfall an, der mit einem Heißen Bad erfolgreich behandelt werden konnte, nur um Anfall #4 gegen 21 Uhr mit 3 Decken, 2 Heizdecken und einer Wärmflasche bekämpfen zu müssen. Ab hier kam alles an Vitaminpräparaten zum Einsatz, was unser Depot zu bieten hatte,  und das ist alles von A-Z und reicht locker für 3 Pandemien aus.

Nun entwickelte sich in der Nacht am Montag ein Halsschmerz, der an Intensität einer Mandelentzündung in nichts nachsteht. Natürlich war in dieser Nacht auch nur ein Episodenschlaf drin, da jeder Schluckreflex die Müdigkeit locker durchbrach. Im Laufe des Montags wurde aus Schüttelfrost ein „Kälteanfall“, der einen unter die Decken zwang.Auch die Nacht verlief trotz Schmerzmitteln und Rachentabletten wie die letzte.

Noch in der Nacht rief ich den Hausärtzlichen Notdienst an… drei mal, weil keins der Gespräche ausreichend lang fiel um brauchbare Infos geben ode rhören zu können.. „Softwarefehler, kann man nichts machen“.. Mal sehen ob der Anwalt das auch so sieht, Stichwort „unterlassene Hilfeleistung“. Daher ging es Dienstag um kurz vor 8 zum Arzt um die Ecke.

An der Tür begrüßte mich ein Bild mit dem Hinweis, wer Corana hat, möge doch folgende Nummer anrufen und zur Hintertür gehen. Das machte ich um 8:03 Uhr, es ging aber niemand ran. Daher ging ich doch rauf. Die nette Begrüßung schwenkte sehr schnell in folgendes Gespräch um:

„Sind sind jetzt nicht wirklich mit Corona in die Praxis gekommen“.
„Klar, ging ja keiner ans Telefon.“
„Das ist auch erst ab 8 besetzt“
„Es ist 4 nach 8.“
„Dann telefoniert die halt noch“ (k.A. wer „die“ war)
„Und vorher soll ich das wissen?“
„Stecken Sie mal Ihre Karte rein.“
„paßt noch alles“
„Wir schicken Ihnen dann die AU zu und morgen fragen wir dann mal die Ärzte“.
„ich brauch keine AU sondern Hilfe und wieso Morgen erst?“
„Die Allgemeinmediziner sind heute nicht da“

Da ging ich dann, um anderswo Hilfe zu bekommen 🙁

Bis hierhin hatten Diclofenac, Paracetamol, NeoAngin, Isländisch Moos, diverse Kräuterpastillen, Cistus Tee und andere verfügbare Hausmittelchen keine Linderung gebracht, außer den Kopfschmerz und die Rückenschmerzen vom vielen Liegen im Griff zu behalten.

Unsere Hausarztpraxis veranstaltete dann um 12:30 ein allgemeines Coronahappening vor deren Praxistür, an dem min. 10 Leute teilnahmen. Der Arzt verschrieb mir erst Ibu 600 und Dolo-Dobendan, schwenkte aber auf eine höhere Dosis Paracetamol um, weil wir das schon da hatten. Leider brachten die Produkte keine Linderung und somit eine weitere schmerzende und schlaflose Nacht.

Ein Telefonat am nächsten Morgen zeigte einen ratlosen Arzt, der dann nicht weiter wußte und mich an den Apotheker verwies, der kennt vielleicht noch mehr. Mit der Apotheke kam es zu einem sehr netten Beratungsgespräch, da die Dame gegenüber selbst diese Symptome hatte und auch meinte, da hilft nichts, weil Virus und nicht bakteriell. Aber, dennoch war das das beste Gespräch überhaupt, denn es brachte den Durchbruch , gleich nach der Werbung.

…und jetzt eine Botschaft des neuen Hauptsponsors des Blogs..

Nein, natürlich gehts ohne Werbung weiter. Ihr könnt oben ja nachlesen, daß mein Arzt von Ibu auf Paracetamol umschwenkte. Das hätte er besser nicht machen sollen, denn Ibu ist die Lösung! 600mg alle 8h .

Nachdem der Bote von der Apotheke das Päckchen abgeworfen hatte, habe ich mir dann eine Tablette gegönnt und bin ein bisschen später im Bett eingepennt. Zum ersten Mal seit Samstag. Ok, nach der Stunde Schlaf fühlte ich mich wie gerädert, aber auch erleichtert.

Merke: Nichts hat geholfen, außer Ibuprofen. Auf das habe ich wegen der vielen Nebenwirkungen in meinem Leben zwar bislang verzichtet, aber bei ähnlichen Fällen steht das jetzt oben auf der Liste. Zu Schmerzlinderung kommt noch die entzündungshemmende Wirkung dazu, so daß der Hals etwas abschwillt.

So eine Kälteattacke hat übrigens bei 34 Grad im Schatten auch positive Seite: man hält es locker in der heißen Wohnung aus 😉

Hinweis: Bei Einnahme von ibuprofen muß immer ausreichend andere Nahrung und Flüssigkeit zu sich genommen werden, sonst schlägt das Medikament auf Magen und Darm.

Anmerkung: Lieber Hersteller, wenn der Beipackzettel nicht so lang wäre, würde man solche wichtigen Hinweise auch sehen!

Meine heutiger Arbeitsplatz

Meine heutiger Arbeitsplatz

Wo wollte man an einem Tag wie heute sein, wenn nicht hier:Mein Volontär für heute kam auch kurz zum Koordinationsgespräch:

Zusammen mit einer Klasse Schulkinder, vor der er wohl geflüchtet ist. Wenn nicht vor denen, dann vor der lärmenden Horde Rentner hinter der Hecke ( nicht im Bild), denen ich nur empfehlen kann, mal zum Hörgeräteakustiker zu gehen, dann braucht Ihr nicht mehr so zu schreien 😀

„Hello, you reached Interpol, how can we…“ *click*

Heute morgen wurden wir aus Indien mit Fakenews zu unserem Air-Gapped Windows-PC angerufen. 4 mal, beim 5ten mal passierte das hier 😀

„Hello, you reached Interpol, how can we…“ *click*

Irgendwie hat das Wort Interpol bei den Indern eine Allergische Reaktion hervorgerufen, ich konnte nicht mal meinen Fiktiven Namen nennen 🙂

Na gut, da bleibt wohl nur die Forensische Untersuchung. Dazu brauchen wir:

– eine Fritzbox

Denn, eine Fritzbox hat ein Funktion zum Herunterladen von Erweiterten Supportdaten für AVM, das machen wir uns zu nutze 🙂 Und Ihr müßt schnell sein, schon der nächste Anruf kann die Daten die wir brauchen, aus der Liste werfen.

Wie kommt man an die Daten ran?

Dazu loggt Ihr Euch in die Fritz!box ein, notfalls die erweitere Ansicht starten.

1) auf Inhalt klicken

2) auf „Fritz!Box Support“ klicken

3) und Daten speichern

Da sind jetzt jede Menge Daten drin, aber findet man da die richtigen. U.a. ist in den Daten die Anruferliste drin, da taucht die fiktive Nummer auf, die der Anrufer sich gegeben hat. Außerdem stehen die SIP Header der letzten Anrufe zur Verfügung, aber eben nur 3 oder 4, deswegen gleich machen 😉

Wenn Ihr weiter nach der Rufnummer sucht, dann stoßt Ihr zwangsläufig auf das hier:

2022-06-14 10:50:34.284 – IN: my=Fritz.box-IP%16:5060 peer=212.227.124.129 port=5060 UDP, sipiface=none:
INVITE sip:49meinenummer@meine-IP;uniq=4ED0D261308B18E3479371E6DE583 2.0
Via: SIP/2.0/UDP 212.227.124.129;branch=z9hG4bK558a.a1b3af1c4cb4a9d3db770f9c2540be30.0
Via: SIP/2.0/UDP 212.227.67.227;branch=z9hG4bK558a.43f57bddf2d907ac8e703c88816f28c8.0
Via: SIP/2.0/UDP 212.227.124.145;branch=z9hG4bK558a.0196cb5967141d39c551e1029d6b8409.0
Via: SIP/2.0/UDP 212.93.31.246:5060;branch=z9hG4bK1kv0so005gggdkea0210.1
Record-Route: <sip:212.227.124.129;lr=on>
Record-Route: <sip:212.227.67.227;lr=on;ftag=o6at64tt-CC-1067-OFC-1770;did=e18.5d83>
Record-Route: <sip:212.227.124.145;lr=on>
From: „+49458911245“ <sip:+49458911245@Versatel.de;transport=udp;user=phone>;tag=o6at64tt-CC-1067-OFC-1770
To: „+49meinenummer“ <sip:+49meinenummer@1und1.de;user=phone>
Call-ID: y6bosyszeetyiy769vbssneaa9yetzi6@10.18.5.64
CSeq: 1 INVITE
Contact: <sip:+49458911245@212.93.31.246:5060;user=phone;transport=udp>
History-Info: <sip:+49meinenummer@1und1.de>;index=1
History-Info: <sip:+49meinenummer@1und1.de;user=phone>;index=1.1;np=1
Max-Forwards: 59
P-Early-Media: supported
Supported: timer
Min-SE: 90
Session-Expires: 1800;refresher=uac
Allow: INVITE, ACK, OPTIONS, BYE, CANCEL, INFO, PRACK, NOTIFY, MESSAGE, REFER, UPDATE
Content-Type: application/sdp
Content-Length: 313

Die IP Adresse im Contact:-Header ist die des Anrufer, oder zumindest die, die er nach außen in dem Netz hatte. Er könnte ja auch per VPN drin sei, oder einen gehackten PC kontrollieren. Diese IP ist das einzige wahre an dem ganzen Anruf, denn um die Verbindung zu halten, müssen die SIP Pakete routebar sein, also kann man keine gefälschten IPs wie bei einem DDOS benutzen.

Mit den Daten oben könnt Ihr dann tatsächlich zur Polizei gehen und Anzeige erstatten, weil es hier tatsächlich einen Ermittlungsansatz gibt. Natürlich sind die Inder nicht wirklich in Deutschland, aber beim Provider der das SIP Gespräch an Euch durchgereicht habt, muß es auch Log zur echten IP geben, weil, wie gesagt, mit gefälschten Ips gehts nicht. Also ist da entweder ein gehackter PC / Telefonanlage im Spiel, oder ein VPN. Auf beides muß man mit IPs zugreifen. So oder so, tut ihr was Gutes 😉

Um die Anrufer aus dem obigen Beispiel kümmert sich die Kripo Wuppertal 😉

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