Die Hotelbuchungen sind wieder da…

jaja.. der Trojanerzyklus ist wiedermal bei gefälschten hotel.de Buchungsbestätigungen nebst Virus angekommen.

Aufällig diesmal, ein und dieselbe Buchung kostet mal 88 €, mal 25 € . Natürlich können Sie das nur bemerken, wenn Sie wie ich mehrere davon geschickt bekommen haben.

Am einfachsten schauen Sie sich den Dateinamen des Attachments/Anhangs an: „HotelReservierung8930903.pdf.zip“

„blahblah…..pdf.zip“ macht keinen Sinn, denn PDF Dateien sind bereits gepackt. Ein ZIP Archiver kann daher keinen positiven Effekt auf die Größe der Email haben. ZIP wird dazu benutzt, daß die Antiviren und Antispamprogramme dieser Welt, die ZIP Datei nicht auspacken und somit den Virus durchgehen lassen.

Mittlerweile werden solche Doppelendungsfiles zurecht pauschal als Virus behandelt und aussortiert.

Ihre Brasilianische Sparkasse

Globalisierung ist was tolles. Nein wirklich. Es macht das finden von Phising so viel einfacher 🙂

Der Sinn, jemandem Phisingmails zu schicken für einen Dienst/Firma/Webseite, den er/sie nicht benutzt, sei dahin gestellt. Aber nicht mal seinen Absender zu verschleiern und sich so freiwillig als Phisher zu outen, ist fast so dämlich, wie neulich, als gar kein Phisinginhalt in der Mail drin war.

Es geht natürlich wieder um die Sparkasse. Diesmal kommt die Mail, wie man leicht erkennen kann, aus Brasilien. Nun werden viele Altnazis in Südamerika ihr Geld nicht auf einer Sparkasse geparkt haben. Daher können wir getrost annehmen, daß die Sparkassen dort keine Zweigstellen aufgemacht haben.

Die „Dringend Maßnahmen erforderlich!“ tun natürlich ihr übrigens um die Opfer abzuschrecken, obwohl der eigentliche Inhalt der EMail mittlerweile ganz gut ist. Von den üblichen Kleinigkeiten wie uneinheitlicher Schreibweise für Umlaute und Satzbau mal abgesehen.

From: Sparkasse <prfoz01dir@jfpr.jus.br>
Subject: Dringend Maßnahmen erforderlich!

Sehr geehrter Kunde, im vergangenen Jahr wurde die Sparkasse zusammen mit 
vielen anderen Deutschen Kreditinstituten das Ziel eines weit verbreiteten 
Internet-Betruges. Daher haben wir ein Projekt zur Bekaempfung gestartet.Auf
allen Online-Girokonten soll nun ein neu entwickeltes Sicherheitssystem 
installiert werden, welches verd&auml;chtige Bewegungen und Transaktionen 
schnell aufspueren und loesen kann.Wir haben festgestellt, dass Ihr Girokonto
noch nicht mit diesem Sicherheitssystem ausgestattet ist und bitten Sie 5-10 
Minuten Zeit zu investieren, um dieses Sicherheitsupdate/Maßnahmen zu 
vervollständigen. Nach dem Update wird sie einer unserer Mitarbeiter 
kontaktieren, um den gesamten Prozess zu vervollstaendigen. Nach dem Update 
ist Ihr Girokonto wieder einwandfrei gesichert und Sie koennen es wie gewohnt
bnutzen.Wir wollen Ihnen im Voraus für Ihre Mitarbeit danken. 
KLICKEN SIE HIER [Anm. Link entfernt]

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Sparkasse

Kleiner Tip: Sollte Ihre Sparkasse sich tatsächlich mal melden, werden Sie dort mit Namen angesprochen und ganz sicher steht dort die richtige Zweigstelle nebst Geschäftsanschrift nach der Grußfloskel.

Verfahren Sie also mit dieser EMail wie üblich: in die Mülltonne damit.

Nein, ich will das Netz der Dinge nicht

Ich laß kürzlich, das wir alle das Internet der Dinge wollen. Ich bin kurz in mich gegangen und kann behaupten, daß ich das nicht will. Eigentlich ist es die reinste Horrorvorstellung.

Mein Toaster fragt meinen Kühlschrank, ob noch genug Toastbrot vorhanden ist, weil er grade zwei Scheiben davon verbraucht hat. Leider, war ich grade am Tisch und folglich auch die Toastpackung. Der Kühlschrank ist nun überfordert und erklärt dem Toaster sein Problem, daß er das grade nicht prüfen kann. Jetzt könnte der Toaster auf die Idee kommen, auf den nächsten Toast die schriftliche Frage nach dem Toastvorrat zu „drucken“ oder dem Drucker zu erklären, daß er doch bitte eine Einkaufsliste an der Tür ausdruckt, wenn man das nächste mal raus möchte.

Also ganz ehrlich, ich möchte selbst entscheiden was ich einkaufe und was nicht und vorallem wann. Mein Toaster und Kühlschrank müssen also nicht ans Internet angeschlossen werden. Es gibt da ja noch die ungeklärte Frage, wer den Geräten dies beibringt und wie sicher das ist. Heute erst kam eine Meldung über eine deftige Schwachstelle bei HP Laserdruckern. Damit ist ein Angriff auf alle Geräte im Netz möglich , weil man den Drucker aus dem Internet übernehmen kann.

Ein Computervirus in der Küche ist schon schlimm genug, aber bei der derzeitigen Entwicklung in der Automobilbranche kommt es in Zukunft zum Datenaustausch zwischen Autos und Ampeln. Diese Technik wird von Leuten entwickelt, die noch nie etwas von Computersicherheit gehört haben. In so einem Auto möchte ich nicht fahren, wenn ich damit überhaupt noch selber fahren darf.

Ich will bestimmen was ich tue und nicht bevormundet werden. Mein jetziges Auto beschwert sich schon, daß mein Rucksack nicht angeschnallt ist. Was passiert wohl, wenn ich demnächst in kurzen Hosen vor einem Geschäft aussteigen will, werde ich dann eingesperrt weil ich dazu weiße Socken trage ?

Wo hört der Vorsprung durch Technik auf, wo fängt die Bevormundung an?

Leider wird man diese Entwicklungen nicht aufhalten können, denn Leute die etwas tun, nur weil es geht, kann man nicht aufhalten. Man kann nur eines tun, nicht daran teilnehmen. Also, vergessen Sie die Netzwerksteckdose in der Küche und verschlüsseln Sie Ihr WLAN.