Windows: „Meine Desktopicons sind weg!“

Ach ja, wenn an der IT Guy ist, dann bekommt man verzweifelte Anrufe von Usern und Bekannten, selbst wenn man gar kein Windows mehr benutzt. Lesen die mein Linux-Blog eigentlich nicht ? Kratz …

Naja, einer davon lief Samstagabend auf:

„Meine Desktopicons sind weg! Ich bekommen die nicht wieder zurück und ich muß meine Terminarbeit abgeben.“ 🙂

Immerhin hatte er schon versucht das Dokument einfach per Arbeitsplatz zu suchen, leider ohne Erfolg.

Mit Windows 8 habe ich zwar keine eigenen Erfahrungen, aber das Web kennt das Problem, wie Google sofort feststellte. Allerdings ist es ein Windows allgemeines Problem, da es tatsächlich eine Option im Anzeigemenü gibt, mit der man die Desktopicons abschalten kann. Den tieferen Sinn davon muß man aber nicht verstehen, oder ?

Lösung:

Rechtsklick auf den Desktop -> Anzeige -> Desktopicons einschalten

Ursache:

Dafür gibt es wohl einen versteckten Tastaturshortcut, den man unabsichtlich auslösen kann.

2. Update: Verschlüsselungsverbot in England – Grundrechte in Gefahr

Am 13. Januar ging es in meinem Tagesblogeintrag um die Vorratsdatenspeicherung. Gestern ist eine Stellungnahme der Bundestagsabgeordneten Frau Reimann auf die Frage, wie sie sich bei einem Entscheid über die VDS entscheiden würde.

Ihre Antwort kann im Detail im Antworteil zu meiner Anfrage bei Abgeordneten Watch nachgelesen werden. Hier der relevante Auszug aus der Antwort:

Zitat Fr. Reimann / SPD :

„Für die SPD-Bundestagsfraktion zählt, dass trotz der Ereignisse in Paris, purer Aktionismus fehl am Platz ist. Der Koalitionsvertrag weist ausdrücklich darauf hin, dass es keine deutschen Alleingänge geben wird.

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, die europäische Richtlinie über den Abruf und die Nutzung von Telekommunikationsverbindungsdaten für nichtig zu erklären, zeigt, dass die Bedenken zur Vorratsdatenspeicherung, die es auch innerhalb des SPD-Bundestagsfraktion gibt, richtig gewesen sind.

Wichtig ist nun, mit der europäischen Ebene zusammenzuarbeiten. Die Kommission sollte daher eine neue Richtlinie erarbeiten, über die dann innerhalb der Bundesregierung beraten werden kann.“

Im nicht zitierten Teil führt sie lediglich aus, daß sie sich jetzt ja nicht entscheiden könne, weil keine Entscheidung ansteht. Kein Wunder, die Frage war ja auch nur hypothetisch gestellt worden 🙂

Der hervorgehobene Teil der Antwort, liest sich für mich so, daß die SPD keine Problem mit einer VDS hätte, so diese Richtlinie wieder über Europa Einzug findet. Eine klare Absage an eine verdachts- und anlasslose Massenüberwachung wäre die erhoffte Antwort gewesen. Diese ist aber ausgeblieben.

Mit Yum Paketupdates rückgängig machen

Ab und zu kann es vorkommen, daß neue Pakete von Treiber oder Programmen zu Fehlern führen. Jüngstes Beispiel ist der Nvidia Treiber für Fedora 20. Da die Auswirkungen erst nach dem Neustart des Computers wirksam werden, benötigt man zum Beheben des Problems Rootrechte.

Pakete identifizieren

Zunächst einmal muß man die Pakete finden, die aktualisiert wurden. Dazu schaut man sich die letzten Zeilen des Yum Logfiles an :

# tail /var/log/yum.log
Jan 29 00:42:04 Updated: 1:kmod-nvidia-340xx-3.17.8-200.fc20.x86_64-340.65-4.fc20.x86_64
Jan 29 00:42:04 Updated: 1:kmod-nvidia-340xx-340.65-4.fc20.x86_64
Jan 29 00:45:22 Installed: 1:kmod-nvidia-3.17.8-200.fc20.x86_64-331.113-1.fc20.1.x86_64

Pakete die mit der Sache nichts zu tun haben, könnten natürlich auch installiert worden sein, im obigen Beispiel ist das nicht der Fall.

Pakete downgraden

Die Pakete wieder los zu werden ist ganz einfach, wenn man den korrekten Namen ermittelt hat:

# yum downgrade kmod-nvidia-340xx-3.17.8-200.fc20.x86_64
# yum downgrade kmod-nvidia-340xx-340

Updates verhindern

Damit die Pakete beim nächsten Update nicht wieder mit eingespielt werden, trägt man diese in die Liste der ausgeklammerten Pakete in der YUM Konfiguration ein:

# vi /etc/yum.conf

[main]
cachedir=/var/cache/yum/$basearch/$releasever
keepcache=0
debuglevel=2
logfile=/var/log/yum.log
exactarch=1
obsoletes=1
gpgcheck=1
plugins=1
installonly_limit=3
exclude=kmod-nvidia-340xx*

Damit wäre man vorerst vor Updates sicher.  Das nächste Kernelupdate kommt aber todsicher und dann braucht man die neue Version der Pakete für diesen neuen Kernel. Man muß sich also jetzt sofort darum kümmern, daß dieser Fehler bekannt und natürlich behoben wird.

Bugzilla

RPMFusion und Fedora haben jeweils eine eigen Fehlertrackersoftware namens Bugzilla im Einsatz. Da die Nvidiatreiber über RPMFusion bekommen sind, muß man das Paket dort als Fehlerhaft melden.

Details zur Anmeldung kann man auf rpmfusion.org finden.

Es geht aber auch direkter, was in diesem Fall wohl dringend nötig ist. Dazu lädt man sich die defekten RPMS aus dem Repository direkt auf die Platte. Wie das geht habe ich hier beschrieben: Aus Yum ableiten wo ein RPM findet

Dann schaut man sich die Infos zu diesem RPM an : less xorg-x11-drv-nvidia-340xx-*

Neben allerlei Informationen zu dem Paket selbst, kann man hier auch direkt das Changelog sehen:

* Di Jan 27 2015 Leigh Scott <leigh123linux@googlemail.com> – 1:340.65-5
– revert last commit

Nun können Sie das direkt an den Entwickler melden, der das „verbockt“ hat 🙂

wenn das Paket bereits installiert ist …

geht das Aufrufen des Changelogs wesentlich einfacher :

# rpm -q –changelog xorg-x11-drv-nvidia-340xx
* Do Jan 15 2015 Przemysław Palacz <pprzemal@gmail.com> – 1:340.65-4
– Replace main nvidia driver in F20 with this legacy version

* So Jan 11 2015 Przemysław Palacz <pprzemal@gmail.com> – 1:340.65-3
– Switch libnvidia-ml and nvidia-debugdump to the cuda subpackage again

… die Logs gehen bis zur ersten Release des Pakets zurück …

* So Jun 22 2003 Andreas Bierfert (awjb) <andreas.bierfert[at]awbsworld.de> – 0:1.0.4363-0.fdr.1
– Initial RPM release, still some ugly stuff in there but should work…

Kein Wunder, daß die Pakete immer länger brauchen bis sie geladen worden sind.