Runes of Magic, Linux und der Performance Bug

Ihr könnte Euch gaaaaaaaaaaaaaaanz sicher an die Intel CPU Bugs erinnern und wie die im Linux Kernel abgewehrt wurden, so in etwa. Der Nebeneffekt war, u.a., daß bspw. Runes of Magic als WineApp mit DX9 Teil auf meinem  Achtkerner von im Durchschnitt 150% CPU Last pro Instanz auf 250% hochgeschnellt war. Die Kernels 4.19.9+ > 4.20.latest waren allesamt davon betroffen.

66% mehr CPU Last

Das Phänomen war besonders nervig, weil zwar im Regelbetrieb nur eine leichte Erhöhung von 150% auf 180% vorhanden war, aber sporadisch brach die Lasthölle los, mit den erwähnten Peeks auf 250%, die dann für einige Minuten blieben um dann wieder zu verschwinden. Ein Spielen war so natürlich nicht mehr mit mehreren Instanzen möglich.

Seit Kernel 5.0.6 und vermutlich auch eher, ist die Last wieder zurück auf den Normalwert von 150% im normalen Spielbetrieb. Die Reaktion vom Kernel bzw. Wine Maintainer auf diesen Bugreport war übrigens „Damit können wir nichts anfangen“ mit anderen Worten, sie konnten nicht mal glauben, daß es den Effekt überhaupt gab.

top – 13:11:29 up 1 day, 3:52, 1 user, load average: 4,09, 4,31, 4,87
PID   USER   PR NI VIRT   RES    SHR   S %CPU %MEM TIME+ COMMAND
3542  marius 20 0 2240024 1,238g 76976 S 155,8 7,9 1159:15 H:\Programme\GameforgeLive\Games\DEU_deu\Runes Of Magic\Client.exe NoCheckVersion20398 marius 20 0 2378776 1,291g 78152 R 142,2 8,3 1369:03 H:\Programme\GameforgeLive\Games\DEU_deu\Runes Of Magic\Client.exe NoCheckVersion

Da die Last seit einiger Zeit wieder konstant im grünen Bereich ist, kann man das Problem wohl als gelöst betrachten. Falls jemand von Euch mit einem Programm unter Linux ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder derzeit macht, wisst Ihr was die Lösung ist => Kernel Updaten.

Bevor Klagen von Lesern reinkommen: klar hatte ich überprüft, ob sich Wine oder die Grafikkartentreiber geändert hatten, hatten sie nicht.

Der Nachtrag: LPD in Braunschweig

Wenn man in Braunschweig einen LPD plant, dann muß man eine goldene Regel beachten. Nur diese !!eine!! Regel entscheidet darüber, ob Dein Event gut besucht wird, oder nicht, und diese !!eine!! Regel ist wirklich wichtig :

Mach Deinen LPD niemals an einem Tag, an dem Eintracht Braunschweig um den Klassenerhalt spielt 🙂

Die Besucherzahlen waren besser als auf den letzten LPDs und damit setzt sich der positive Trend der letzten Jahre fort. Das Wetter war fantastisch, was natürlich für eine In-Raum Veranstaltung nicht gerade förderlich war. Natürlich gab es wieder Lecker zu Essen: Danke Horst!

Zu den Ergebnissen:

Wir haben einen neuen Anreiserekord aus Dessau \o/
Wir haben jetzt spontan einen neuen Linux-Tablet-Besitzer in Braunschweig, was dann fünf Sichtungen macht bislang 😉
Unsere Multi-Room-Audiolösung konnte das eine und andere Cool entlocken 🙂
Die Kanotix Maintainer konnten viele lange Gespräche über Linux führen.
Die Asterix Telefonanlage fand begeisterte Nerds, die lautstark gefachsimpelt haben 😀
und ein zwanzig Jahre (unbestätigt) altes Artpad konnte wieder belebt werden ( das es damals schon USB gab 🙂 )

Am Ende waren alle zufrieden mit dem Tag.

Die für uns weniger interessanten Fakten des Tages, Eintracht bleibt der Abstieg in das Vergessen erspart, und den Anwohnern wird auch weiterhin in den Vorgarten gepinkelt, was die Blase hergibt.

An dieser Stelle der Nerdhinweis für die kommenden Tage:

29.5.2019 ab 18:00 Uhr : Der OpenSteetMap Abend mit Dipl.-Ing. Annette Thurow

 

 

Linux – Die Legende von Edgar

Die Legende von Edgar ist jetzt kein Artikel zum Personenkult von Edgar in der Linuxwelt, nein, vielmehr ein Jump&Run-Game wie man es in unseren Kindertagen gespielt hat, nur mit besserer Grafik und Sound 🙂

Zur Storyline

Edgar ist von Beruf Sohn, ein Genie und seine Berufung ist, seinen Vater aus dem Kerker des bösen Zauberers, dessen Name nicht genannt wird, zu befreien. Das zumindest legen die ersten drei Spielszenen nahe. So mutig Edgar auch an die Sache ran geht, blendet er komplett aus, daß sein Vater die Nacht auch bei einer anderen Frau  verbracht haben könnte, Ihn offensichtlich vergessen hat und vermutlich gerade durch die Weltgeschichte rennt. Um herauszufinden, ob der Vater wirklich von dem Zauberer ohne Namen verschleppt wurde und vor allem, wieso überhaupt ???? Dazu müßt Ihr Edgar auf seinen Abenteurer begleiten!

Schritt 1 – An Waffen kommen

Bösen Zauberern kommt man überlicherweise auf zwei Arten bei, man freundet sich mit einem Drachen an und der brät den Zauberer am Spieß, oder man schlägt ihm den Kopf ab. Für letzteres braucht man Waffen und die muß man sich bei Freunden leihen. Jetzt wollen die natürlich was dafür haben, also gehts erst mal in den Wald Holz hacken und damit man das kann, muß man dort erst einmal die AXT finden.

Wer jetzt einfach losrennt und im Wald sucht, wird nicht weit kommen, weil die Waldbewohner nicht ganz ohne sind. Daher erst mal einen weiteren Job annehmen und die Spitzhacke besorgen, denn anders als durch seine Hände, kann Edgar damit die Waldbewohner erledigen und sich so seine verloren gegangenen Lebenspunkte auffrischen, was Maggie übrigens auch kann, wenn man die denn findet.

Wer mehr Hilfe braucht, könnte das Video ansehen, ansonsten rate ich dringend davon ab, damit man es selbst erfahren kann 😉

 

Ich hab es angespielt und es ist leicht zu spielen. Wer fleißig an allen Speicherpunkten absichert und sich nicht  offensichtliche Flapsigkeiten mit Edgar leistet, der wird eine ganze Weile daran Spaß haben.

Unter Fedora installieren

Mit  „sudo dnf install edgar“ oder über den Softwarecenter installiert Ihr das Spiel: