PinePhone: PinePhone BETA auf dem Weg

Bei der PinePhone BETA Auslieferung kam es zu einer Verzögerung, aber jetzt sind die ersten unterwegs.

PinePhone: PinePhone BETA auf dem Weg

Wie man im PinePhone Forum nachlesen kann, kam es zu einer Lieferverzögerung am Hongkonger Flughafen:

[25 April 2021] There are delays at the Hong Kong airport caused by a pallet of Vivo phones catching fire just over a week ago. Shipments are going out albeit at a slower rate than usual due to additional safety procedures for battery operated devices at Hong Kong airport.

Die Konkurrenz hat sich quasi in Rauch aufgelöst 😉

Trotz der verschärften Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen können die ersten BETA Telefone in der ersten Maiwoche in der EU ausgeliefert werden:

EU specific: good news, PinePhones destined for EU countries should be received on April 30th / May 1st at the EU warehouse, and dispatch to customers should start on May 3rd. So, many in the EU will receive their PinePhone BE between May 4-9th. I’ll let you know if anything changes

Dann viel Spaß mit Eurem neuen PinePhone und nicht vergessen: Ihr könnt jederzeit das PinePhone vom Fedora Team installieren 😉

Urheberrecht: Die Kirche im Dorf lassen

Also ehrlich, was da so an Mythen derzeit durchs Netz schneit, ist ja fast schlimmer als vorher.

„Die Uploadfilter hätten bei Daniel Caspary während der Debatte zugeschlagen“

Mußte natürlich gleich einer ein Meme machen, auf daß die Welt verzichten konnte, weil derbe fehl am Platz:

Wieso, weil einfach seine Fragezeit zu Ende war. Blöd nur, daß die Parlamentsvorsitzende keinen Bock aufs Drüberlabern hatte und durchgegriffen hat. Witzig ist allein der Umstand, das seine Freunde vom Axel Springerverlag aka Bild-Zeitung seinen geistigen Erguss auch noch abgedruckt haben und es im Netz zu finden ist. Und was steht da ?

„Nun wird offensichtlich versucht, auch mit gekauften Demonstranten die Verabschiedung des Urheberrechts zu verhindern. Bis zu 450 Euro werden von einer sogenannten NGO für die Demoteilnahme geboten. Das Geld scheint zumindest teilweise von großen amerikanischen Internetkonzernen zu stammen. Wenn amerikanische Konzerne mit massivem Einsatz von Desinformationen und gekauften Demonstranten versuchen, Gesetze zu verhindern, ist unsere Demokratie bedroht.“ ( Daniel Caspary, Vorsitzender der CDU/CSU Fraktion im EU Parlament ) .

Quelle: https://www.pressesprecher.com/nachrichten/caspary-cdu-artikel-13-demonstranten-gekauft-402064753

Wie bitte soll man das anders verstehen, als den Versuch alle Demonstranten als gekauft zu bezeichnen ? Klar steht da nicht wörtlich, war aber gemeint. Würde das da wörtlich stehen, müßte es „Alle Demonstranten sind von Google gekauft.“ heißen, heißt es aber nicht. Das wäre nämliche eine unwahre Tatsachenbehauptung gewesen.

Meine Grammatikhilfe im Blog meinte übrigens gerade das hier zu Caspary’s Satz 😀

Wenn

Ein mit der Subjunktion ‚wenn‘ eingeleiteter Nebensatz wird in der Regel mit einem Komma vom Hauptsatz abgetrennt.“ (siehe oben in Lila)

Ganz anders die Sache mit den 450 € pro Demonstrant, da hat er sich tatsächlich zu weit aus dem Fenster gelehnt, denn die gemeinte NGO hat nur Ihren Mitglieder angeboten, deren Fahrtkosten nach Brüssel zu übernehmen. Da hatte Julia Reda wohl recht, das dürfte auf den Kaffeefahrten der Lobbygruppen nach Brüssel auch regelmäßig passieren 😉

Uploadfilter

Julia Reda ist aber auch nicht vor Fehlern gescheut, die beharrte ja am Ende der Frage darauf, daß Upload-Filter im Text drin wären. Sind sie natürlich nicht. Es steht zwar drin, daß gefiltert werden muß, aber nicht auf welche Art und Weise das zu passieren hat. Das Wort „Uploadfilter“ findet man im Text der Reform nicht. Die automatischen Upload-Filter ergeben sich lediglich als Konsequenz aus der Tatsache, daß bei 400h Video pro Stunde die bei YouTube hochgeladen werden, halt kaum manuell geprüft werden könnten. Das schaffen dann nur reihenweise Computer. Daher ist für jeden rational denkenden Menschen klar, daß mit dem Text nur automatische Upload-Filter gemeint sein können. Der Zusammenhang zwischen „rational“ und „Politiker“ konnte noch nicht eindeutig bewiesen werden 😉

Mythos: Die Massen an Protestlern

Es wurde auch von Frau Reda wieder betont, daß fast 5 Millionen Menschen Online eine Petition gegen Artikel 13 unterschrieben haben. Da muß man als Parlament doch beachten, oder ? Ich meine, sooooooooooo viele Menschen. Die ganzen 1.6666% der Einwohner der EU sind klar die Mehrheit. Nein, sind Sie nicht. Das nennt man „Eine Minderheit“ !

Ja, die Zahl ist ordentlich, relativ gesehen, absolut gesehen ist das statistisch nicht mal relevant. Selbst wenn die 1.666% jetzt die Piraten wählen würden, kämen die nicht mal über die 5% Hürde!

Sorry, da muß ich jetzt sagen: Ihr paar Prozent nehmt Euch wichtiger, als Ihr seid. Wo kommt das her? Twitteraner und YouTuber leben genau wie andere in Ihrer Blase. Da fällt es am Ende nicht schwer sich zu wundern, wenn die Blase platzt.

Mythos: Die Meinungsfreiheit wäre in Gefahr

Tut mir leid, Eure Blase drückt leider auch dort. Die Meinungsfreiheit, wie Ihr Sie versteht, sich nämlich hinter einem Unternehmen zu verstecken und Rechte Dritter zu verletzen, die ist ein bisschen in Gefahr. Stellt Euch mal mit offenem Visier ins Netz und haftet mal für den Scheiss selbst, den Ihr den ganzen Tag verzapft, dann sprechen wir da noch mal drüber.

Es wird keiner an seiner Meinung gehindert, nur weil eine Plattform die derjenige nutzt, seinen geistigen Erguss nicht sofort online stellt. Wenn Ihr das garantiert haben wollt,  meine Firma bietet Webhosting für kleines Geld an und hilft auch beim Setup von Tools wie Friendica, da könnte Ihr instant was von Euch geben und keiner kann es zensieren. Wir auch nicht, weil das unter Eurem Namen läuft.

Wie? Dann liest Euch ja keiner mehr? Tja, wenn Ihr relevantes, interessantes zu sagen habt, dann werden Ihr auch dort schnell Freunde finden und aufsteigen.

Wie, das kostet Geld ? Ja, das kostet Euch Geld, hat aber den Vorteil, daß Ihr die Monetarisierung auch komplett in der Hand habt. Ist Euch Eure Meinungsfreiheit so wenig wert, daß Ihr keine 1,99 € im Monat dafür ausgeben könnt?

Ok, Angebot: Wer sich auf diesen Artikel hin meldet, bekommt ein Paket mit 500MB, Friendicainstanz und DE-Domain für 1 € im Monat, inkl. Backup und Traffic. Angebot steht bis zur Europawahl im Mai 2019.

Mythos: Rechteinhaber müssen dem Verleger was abgeben

Nein, müssen Sie nicht, denn das legt nicht die Reform fest, sondern der Staat, der diese umsetzt. Schauen wir doch mal:

Artikel 16

Die Mitgliedstaaten können festlegen, dass für den Fall, dass ein Urheber einem Verleger ein
Recht übertragen oder ihm eine Lizenz erteilt hat, diese Übertragung oder Lizenzierung eine
hinreichende Rechtsgrundlage für den Anspruch des Verlegers auf einen Anteil am
Ausgleich für die jeweilige Nutzung des Werkes im Rahmen einer Ausnahme oder
Beschränkung für das übertragene oder lizenzierte Recht darstellt.

Das wars : „können festlegen“ & „auf einen Anteil“ .. Wieviel ist das real ? 0 -100% .. es steht da halt nicht. Das macht die Sache für Verleger und Rechteinhaber übrigens kein bisschen einfacher. Es verkompliziert die Sache nur völlig unnötig. Und wenn ein Staat meint, das er das nicht will, dann läßt er es einfach. Da würde ich als Rechteinhaber natürlich ab sofort meinen Hauptwohnsitz haben wollen 😉

Mythos: eindeutige Gesetzestexte

Ist Euch mal aufgefallen? Genau wie die superfluiden Äußerungen gewisser Politiker, so sind auch deren Gesetztestexte – der Schwamm pur.

In der EU Anti-Terror-Verordnung ist es ja genauso. Da stehen halt so „Ziele“ im Gesetzestext, statt konkret rein zuschreiben, was genau zu tun oder zu lassen ist. Ziel: „Bekämpfe den Terror, aber schränke die Meinungsfreiheit nicht ein. “ Das kann man in eine Präambel schreiben, aber doch nicht in das Gesetz an sich.

Bei Urheberrecht auch wieder „Du sollst filtern, aber wir sagen Dir nicht was und wie.“. Das sind so Sachen, die würde ich von einer Religion erwarten. „Du sollst nicht töten!“ schönes Gebot, aber auf wen bezieht sich das eigentlich genau ? Menschen, Tiere, Pflanzen ? Offensichtlich ist es ok, Tiere und Pflanzen zu töten, steht da aber nicht. Genau genommen steht da nämlich „Lerne Mineralien zu verdauen.“  ach ja.. nein, daß meint „Lichtessen funktioniert wirklich.“ ( Wer nicht weiß was das ist, es gibt so dumme Menschen, die glauben, die könnten alleine von Sonnenlicht leben, so ganz ohne Chlorophyll in den Zellen. Wenn der Job von Jesus nicht schon besetzt wäre, würden die auch den beanspruchen.)

In dem Sinne.. bis heute abend.

BTW: WTF! Linux Filesystem rocks :

EU Urheberrecht angenommen

Die EU Urheberrechtsreform wurde heute im EU Parlament angenommen.

Ein Kommentar von Marius:

Die Entscheidung war zwar nicht direkt knapp, aber auch nicht so überwältigend, wie Herr Voss das wohl gehofft haben dürfte: 348 Ja, 274 Nein, 36 Enthaltungen. Nun haben wir den Salat namens „Copyright in the Digital Single Market“.

Fragen wir uns mal ganz objektiv: Wer gewinnt dabei ?

Es wurde ja von Herrn Voss und Verbündeten die ganze Zeit verbreitet, daß Google eine „Demokratie per Shitstorm“ in Gang gesetzt hätte. Warum sollten die das tun, wo doch die neue Regelung dem Konzern eine Monopolstellung in einem Wachstumsmarkt garantiert? Ach Sie dachten, daß Gesetz würde Google irgendwie belasten? Nein, das belastet die gar nicht. Die Uploadfilter, die eine unweigerliche Konsequenz aus der Notwendigkeit/Pflicht zur Verhinderung des Upload urheberrechtlichgeschützten Materials darstellen, da die Menge an Uploads im Falle von YouTube von Hand gar nicht mehr geleistet werden kann, setzen derzeit nur wenige Plattformen ein, nämlich Google und Facebook. (Und vielleicht noch was in Asien.)

Statt also deren Macht zu verringern, hat man deren Position sogar noch gestärkt. Ein Schelm, wer jetzt mutmaßt, daß Herr Voss möglicherweise von Google bezahlt wurde 😉 Fakt ist aber, daß kleinere Unternehmen, die Uploadfilter ja auch einsetzen müssen, diese irgendwo her beziehen müssen und wo könnte das wohl sein ?!
Selbst wenn diese Unternehmen jemand anderen finden, der ihnen Content-Filter verkauft, bleibt ja noch das Problem, daß man nur filtern kann, was man auch kennt. Die Macher der Richtlinie haben das Problem einfach ausgeblendet und „den freien Markt“ regeln lassen.

Da wurde heute im Parlament explizit noch einmal von der Pro-Seite betont, daß ja nirgends Upload-Filter wörtlich erwähnt werden, was immer noch stimmt, aber auf die Nachfrage, wie das wohl ohne geht, auf die „Firmen“ verwiesen wurde, „die wären ja gerade frei das selbst zu entscheiden“. Meint also: „Wir geben die Filterung vor, aber wie Ihr das erreicht, ist uns doch egal.“  Wer den Text der EU Verordnung gegen die Verbreitung von Online-Terror gelesen hat, dem kommt das irgendwie bekannt vor. In der Verordnung fordern die Verfasser auch Sachen, die nicht da sind, und auch in absehbarer Zukunft nicht da sein werden, und überlassen es dem Unternehmen, da eigene Weg zu finden.

Was heißt das denn nun, wenn Unternehmen eigene Weg finden sollen?

D.b. die können tun was Sie wollen. Also werden die, mangels Manpower, automatische Systeme einsetzen. Die können nicht zwischen Satire mit geschütztem Material und einfach nur geschütztem Material unterscheiden, weil sie nun einmal keine Menschen sind, und auch denen fällt das im Einzelfall schwer. Wäre das anders, bräuchte man keine Gerichte mehr. Ergo, wird das Recht, daß auch im neuen Urheberrecht drin steht, nämlich zu Zitieren, möglicherweise von den Filtern beschnitten. Natürlich gibt es Beschwerdeportale, das ist ja jetzt auch schon so, und dann wird das von einem Menschen nachgeprüft und für ok befunden. Was ändert sich grade bei YouTube jetzt eigentlich für die User ? Nichts.

Was sich aber ändert ist, daß alle anderen, egal was für benutzergenerierten Content die haben, auch zwangsweise Filtern müssen, spätestens ab dem Moment, wo jemand da mal was bemängelt hat. Das gilt z.B. auch für Betreiber von Social-Media Pods wie Friendica, Mastodon & Co, wenn dort andere User als der Betreiber selbst einen Account haben. Und das Problem, woher diese Betreiber die Listen, was zu filtern wäre und was nicht, bekommen, ist natürlich auch nicht gelöst. Genauso wenig wie das Problem des Lizensierens von Inhalten, die diese User hochgeladen haben. Wer redet denn bitte als Rechteverwerter mit einem privaten Betreiber eines Friendica Pods über ein umfangreiches Lizenzpaket bzw. Checksummenpaket zum Filtern?

Upload-Filter

Artikel 17
Nutzung geschützter Inhalte durch Diensteanbieter für das Teilen von Online-Inhalten

(4)
Wird die Erlaubnis nicht erteilt, so ist der Diensteanbieter für das Teilen von Online-Inhalten für nicht erlaubte Handlungen der öffentlichen Wiedergabe, einschließlich der öffentlichen Zugänglichmachung, urheberrechtlich geschützter Werke oder sonstiger Schutzgegenstände verantwortlich, es sei denn, der Anbieter dieser Dienste erbringt den Nachweis, dass er

a) alle Anstrengungen unternommen hat, um die Erlaubnis einzuholen; und

b) nach Maßgabe hoher branchenüblicher Standards für die berufliche Sorgfalt alle Anstrengungen unternommen hat, um sicherzustellen, dass bestimmte Werke und sonstige Schutzgegenstände, zu denen die Rechteinhaber den Anbietern dieser Dienste einschlägige und notwendige Informationen bereitgestellt haben, nicht verfügbar sind; und in jedem Fall

c) nach Erhalt eines hinreichend begründeten Hinweises von den Rechteinhabern unverzüglich gehandelt hat, um den Zugang zu den entsprechenden Werken oder sonstigen Schutzgegenständen zu sperren bzw. die entsprechenden Werke oder sonstigen Schutzgegenstände von seinen Internetseiten zu entfernen , und alle Anstrengungen unternommen hat, um gemäß Buchstabe b das künftige Hochladen dieser Werke oder sonstigen Schutzgegenstände zu verhindern.

Einen Lichtblick gibt es aber: Der Betreiber muß nur nachweisen, daß er das ernsthaft und geeignet versucht hat. Er ist aus der Haftung raus, wenn ihn keiner, über dessen Lizenzen er reden wollte, für voll genommen hat. Wie der Betreiber an die Kontaktdaten aller Verwerter, nicht bei Verwertern organisierter und unorganisierter Urheber kommt, das regelt die Richtlinie übrigens auch nicht. Wäre ja auch zu einfach gewesen.

Artikel 12 der neuen Fassung sieht vor, daß Verwertungsgesellschaften auch Lizenzen von Werken einfordern können, deren Urheber ihnen dafür gar keinen Auftrag erteilt haben. Meint, wenn sich der echte Rechteinhaber nicht meldet und kümmert, dann darf die VG das einfach mal in die eigene Tasche umleiten. Es ist nämlich nicht geregelt, daß diese Gelder allgemeinnützlich verwendet werden müssen. Es wird sicher neuer Volkssport VGs auf zumachen.

Aber, in der letzten Fassung der Richtlinie, ist auch etwas Licht am Horizont

Rechte an Veröffentlichungen
Artikel 15
Schutz von Presseveröffentlichungen im Hinblick auf die Online-Nutzung
(1)
Die Mitgliedstaaten legen Bestimmungen fest, mit denen Presseverlage mit Sitz in
einem Mitgliedstaat die in Artikel 2 und Artikel 3 Absatz 2 der Richtlinie 2001/29/EG
genannten Rechte für die Online-Nutzung ihrer Presseveröffentlichungen durch Anbieter
von Diensten der Informationsgesellschaft erhalten.

Die in Unterabsatz 1 vorgesehenen Rechte gelten nicht für die private oder nicht-
kommerzielle Nutzung von Presseveröffentlichungen durch einzelne Nutzer.

Der nach Unterabsatz 1 gewährte Schutz gilt nicht für das Setzen von Hyperlinks.

Die in Unterabsatz 1 vorgesehenen Rechte gelten nicht für die Nutzung einzelner
Wörter oder sehr kurzer Auszüge aus einer Presseveröffentlichung.

Das meint, daß so ein Blog wie ich, das ja rein privat ist, auch weiterhin Presseartikel unentgeltlich verlinken und zitieren darf. Wieso man aber einzelne Wörter ausnehmen mußte, wo der Schutz eines einzelnen Wortes nur dann möglich wäre, wenn es eine Marke darstellt, und das ist ja schon im Markenrecht geregelt, erschließt sich mir nicht. Dazu muß man wohl besagter Jurist nach Ludwig Thoma sein 🙂

Auf Artikel 16 haben sich die Verleger gefreut:

Artikel 16
Ansprüche auf einen gerechten Ausgleich
Die Mitgliedstaaten können festlegen, dass für den Fall, dass ein Urheber einem Verleger ein
Recht übertragen oder ihm eine Lizenz erteilt hat, diese Übertragung oder Lizenzierung eine
hinreichende Rechtsgrundlage für den Anspruch des Verlegers auf einen Anteil am
Ausgleich für die jeweilige Nutzung des Werkes im Rahmen einer Ausnahme oder
Beschränkung für das übertragene oder lizenzierte Recht darstellt.

Der Fettdruck meint, daß der Verleger aus dem großen Pott der Pauschalabgaben, was abbekommt. Das sollte eigentlich allein dem Urheber zu gute kommen.

Fazit

Also für Webseitenbetreiber und Blogger ändert sich erst mal nicht viel.  Für Podbetreiber ändert sich einiges, auch einiges, was einer faktischen Unmöglichkeit entspricht, was übrigens ein prima Grund für einen Freispruch darstellt, aber richtig verdienen werden an der Reform nur die Verleger, Vermarkter und Filteranbieter.

Ist eigentlich mal jemandem aufgefallen, daß die Rede von Julia Reda, als einzige mehrfach durch Störmanöver der Vossfraktion unterbrochen wurde?  Wer sich das ansehen will:

http://www.europarl.europa.eu/ep-live/de/plenary/video?debate=1553587236695

Minute 24 ff.  Auf der Seite ist rechts ein Downloadlink. Wenn Ihr das schon habt, dann schaut es Euch ganz an, weil der Komiker aus Polen ist der Klopfer !

Auffällig war auch, daß Schlipsträger fast geschlossen für das Urheberrecht waren und die anderen ohne Schlips  dagegen 😉 Weiterhin war die Debatte von Deutschen dominiert, gefühlt waren das > 50% der Sprecher und persönlich hassen, scheinen sich da auch einige 😀