Weißbrot, nein Danke.

Ich muß vorweg schicken, ich mag Weißbrot. Mit Meerrettich und Knoblauch gefüllt, frisch aus dem Backofen ist es eine Köstlichkeit.

Wenn man Abnehmen will, muß man aber genau hinschauen. Manchmal sind die Verlockungen klein und unscheinbar. Aber der Schein kann trügen. Toastbrot z.B. ist üblicherweise klein und lecker, wenn er nicht grade pappig schmeckt, also nach nichts. Dafür aber hat so eine winzige 25g Scheibe Toast 64 (k)Cal . Eine Scheibe Graubrot kommt auf über 100 Cal und eine Scheibe Schwarzbrot auf bis zu 200 Cal, aber die Scheiben sind meistens auch deutlich größer. Eine Scheibe Knäckebrot hat grade mal 32 Cal und wenn man dem Kalorienrechner von Yazio.de vertrauen darf sogar nur 28 Cal. Der Hersteller sieht das auf der Packung allerdings anders 🙂  

Fazit: Lieber 2 Scheiben Knäckebrot, als 1 Scheibe Toast. Satt machen beide gleich viel.

Wenn schon Toast, dann Vollkorntoast, denn der schmeckt besser und hat aus Ernährungssicht auch die „besseren“ Inhaltsstoffe. Aber Achtung, es ist und bleibt Toast!

Gutschein 8E9661EA41243E

Endlich, jemand verschickt Würstchengutscheine per Email. Vermutlich sollen wir dann die der Email beigefügte Zip Datei an den 3D-Proteindrucker weiterleiten, der uns sodann eine Würstchenprobe ausdruckt. So, aber vermutlich nur so ähnlich, hatten sich das die Sender der jüngsten Virenemail wohl gedacht :

Zur Eröffnung bekommen Sie einen Gutschein für kostenlose Würstchen von uns geschenkt.
Gutscheinnummer: 8E9661EA41243E
Gültigkeit: bis 21.05.2014

Mit freundlichen Grüßen,
Carolin Scheffler
+0174-932-8785

Zur Analyse:

Diese Email hält mal wieder eine nette Kleinigkeiten bereit:

Return-path: <gutschein@gordons-vom-gauhof.de>
Delivery-date: Mon, 12 May 2014 08:24:39 +0400
Received: from [213.110.89.146] (helo=host-213-110-89-146.icom.lv)

Message-ID: <trenail$emis7n8gxb@gordons-vom-gauhof.de>
Date: Mon, 12 May 2014 09:12:16 +0400
From: gordons-vom-gauhof.de>
X-Mailer: Disgustful v4.3

Natürlich paßt der Server, der die Email verschickt hat, von der Länderkennung her nicht zur Domain des Absenders. Der Server steht in Lettland, will aber Deutscher sein.  Es gibt natürlich auch deutsche Firmen, die sich ausländischer Dienstleister bedienen, auch wenn Sie nicht sollten 😉

Der Name des Programms, daß die Email abgeschickt hat und sich im X-Mailer-Header als Disgustful v4.3 geoutet hat, trifft die Situation voll: ekelhaft v4.3. Soviel ironische Selbstkritik ist natürlich einer genauerer Analyse zu unterwerfen.

Wie müßte ein Programmierer drauf sein, damit er sein für kriminelle Zwecke bestimmtes Programm ekelhaft nennt?

Der Entwickler findet sein Produkt entweder ekelhaft oder den Zweck für den es eingesetzt wird. Das bedeutet, daß was auch immer er macht, nicht seine Zustimmung findet. Also entweder tut er das, weil er sonst keine Einnahmen hat, oder weil er dazu gezwungen wird. Da Programmierer versuchen Ihre Programme mit der Zeit immer weiter zu verbessern und es sich um Version 4.3 handelt, wird schon eine Menge Zeit in dieses Programm investiert worden sein. Der Name bezieht sich also nicht mehr auf die Qualität des Codes, denn der würfte in V4.3 schon stark verbessert worden sein.

Gehen wir mal von mehreren Wochen aus, bis Version 4.3  fertig war. In der Zeit hätte jemand, der nur aus Geldnot handelt, bestimmt schon anderweitig einen Job als Entwickler gefunden, selbst wenn es nur ein Geringverdiener Job ist. Wir können also davon ausgehen, daß er jetzt dazu „gezwungen“ wird mit zu machen. Dafür gibt es zwei mögliche Gründe. Er ist dort hinein geschlittert und kann jetzt nicht mehr raus, weil man ihm droht ihn zu verpfeifen, oder er wird durch etwas anderes unter Druck gesetzt. In beiden Fällen, werden wir ohne noch eine V4.4 sehen.

Das Übliche:

Das ZIP ist zur Tarnung des Virus/Trojaners angefügt, also ab in die Tonne mit der Email.

Sein Papa hatte doch recht.

Ein afghanisch stämmiger deutscher Student wollte zu Hause eine Bombe bauen, doch die Zutaten explodierten bereits im Küchenmixer. Er gab seinem Vater die Schuld dafür, da dieser nie mit ihm zufrieden gewesen sei.

Zitat: „Deshalb habe er ihm beweisen wollen, dass er auch etwas auf die Reihe bekommen könne“

Das hat ja dann bombig geklappt 🙂

Im Endergebnis hat er Verbrennungen im Gesicht und an den Händen erlitten. Sein Vater hat das wohl zu recht geglaubt.  In diesem Fall gilt wohl auch noch als Student, daß kleine Kinder doch besser nicht mit Streichhölzern spielen sollten, denn da bestand die Bombe hauptsächlich draus.

Quelle:  Artikel bei der Frankfurter Rundschau