Über den Sinn und Unsinn von MD5 Checksummen auf Webseiten

Es war einmal vor einigen Tagen, … okok, es war heute, ich poste den Beitrag nur später… ähähämm .. nochmal… es war einmal ein junger Stern am Kryptohimmel. Sein Name war MD5 und er war von der Rasse der Hashe, die aus dem Land der Algorithmen stammten. Unser junger Stern wuchs schnell zu einem ganz großen Hash heran, der für viele Dinge der Menschen seinen Schutzzauber sprach und so für Ihre Sicherheit sorgte.

Eines Tages kam ein Sprößling der Gattung Mensch, aus der Rasse der Distributoren, auf die Idee, doch seine digitalen Datenrohlinge von unserem jungen Stern vor Veränderungen schützen zulassen,  so daß jeder erkennen mag, daß er eine Fälschung den digitalen Fluß hinabschifft.

Am Beispiele der Slacks soll hier gezeigt werden, wie er es anstellte :

Parent Directory
slackware64-14.2-install-dvd.iso30-Jun-2016 23:222.6G
slackware64-14.2-install-dvd.iso.asc30-Jun-2016 23:22181
slackware64-14.2-install-dvd.iso.md530-Jun-2016 23:2267
slackware64-14.2-install-dvd.iso.txt30-Jun-2016 23:21198K

Unser mächtiger Stern sprach einen Schutzzauber über den jungen Datenrohling aus und dieser wurde zusammen mit dem jungen Datenrohling in sein Netz gelegt. Nun konnte jedermann, der den Datenrohling inne hatte prüfen, ob es der echte Datenrohling war, oder nur eine böse Fälschung ins Nest gelegt worden war.

Die Jahre gingen ins Land und unserer mächtiger Stern wurde alt und gebrechlich. Seine Schutzkräfte liessen nach und dennoch wandten sich die Menschen an ihren einst so mächtigen Stern und erbaten seinen Schutzzauber. Ein junger, mächtigerer Stern aus der Rasse der Hashe, stiess unseren altern Stern von seinem Throne und erfüllte den Menschen füderan ihre Schutzwünsche; sein Name: SHA256.

Es war eine Zeit in Aufruhr, denn böse Mächte unter den Menschen brachen in die Datenhorte derer ein, welche die Datenrohlinge für das Gute schufen und tauschten diese gegen billige Fälschungen aus Fernost aus. Ein Hort nach dem anderen wurde heimlich aufgebrochen und infiltriert, und dennoch legten die Menschen weiterhin Ihren Schutzzauber einfach in den Datenhort Ihres Datenrohlings, denn sie vertrauten darauf, daß sie klüger waren, als die Bösen unter ihnen.

Eines Tages geschah das Unfassbare: Ein Mensch forderte den alten Stern auf, einen Schutzzauber für seinen Datenrohling zu sprechen und unser alter Stern, sprach den Zauber aus, und die Menschen legten den Zauber wie immer zu Ihrem Datenrohling, oder nicht ? Nein! Denn der Mensch war böse und hatte den guten Zauber für seine Fälschung erbeten. Da der alte Stern alt und gebrechlich war, erkannte er dies nicht und so konnte der Mensch seine Fälschung in einen infiltrierten Datenhort geben und den guten Schutzzauber dazu legen, ganz wie es die guten Menschen mit Ihren Datenrohlingen taten.

Ein böser Fluch kam über die Datenschiffer und alle diejenigen, die diese Datenrohlinge in Ihre Bratenröhre schoben. Die Menschen wandten sich an die Distributormenschen und diese verstanden die Welt nicht mehr. Genau deswegen hatten Sie doch den Schutzzauber zu Ihrem Rohling gelegt, auf daß die Schiffer vorher erkannten, das Ihrer echt war und der andere nicht. Der Datenrohling war nicht ihrer, ja, aber der Schutzzauber hätte das doch zeigen müssen!

Doch erst  dann, als es zu spät war, erkannten Sie Ihren Fehler: Sie hätten Ihren Schutzzauber in einen anderen Datenhort ablegen müssen, der nicht vom Bösen infiltriert gewesen ist.

Darum liebe Kinder merkt Euch: Digitale Signaturen und das damit signierte Datenpaket aus der gleichen gebrochenen Datenquelle zu vergleichen, ist komplett sinnlos. Signaturen, egal, ob alt und gebrechlich 😉 , gehören auf ein logisch nicht mit dem Datenfile zusammenhängenden anderen Datenspeicher, der anders abgesichert ist, als der für das signierte Datenfile.

Man darf weiterhin behaupten, es wäre eine gute Idee, keine gebrochenen Hashalgorithmen mehr zu benutzen. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

 

PulseAudio 9.0 erschienen

PulseAudio 9 ist da und lang ersehnte Änderungen wurden umgesetzt.

Sampleraten bis zu 384 kHz möglich

Bislang hat PulseAudio die Sampleraten auf 192kHz begrenzt, was ok ist, wenn man Hifi als Standard nimmt. Mit 384 kHz kann man endlich richtig gute FLAC Aufnahmen wiedergeben, wenn die Audiohardware mitmacht. ALSA, die Advanced Linux Sound Architecture, und Grundlage für Audio auf so fast jeder Linux Distro, braucht die 384 KHz, wenn es Mehrkanaldatenströme abspielen will. Die Macher von PulseAudio weisen darauf hin, daß diese MehrKanaldatenströme noch nicht unterstützt werden, die 384 kHz aber die Voraussetzung sind, es später zu tun. Hoffen wir auf das baldige erscheinen.

Vorgehensweise für Auto-Detection verbessert

PA9 verbessert das logische Verhalten vom Mixxer, wenn Wiedergabegeräte im laufenden Betrieb verschwinden, z.b. weil jemand den Kopfhörer rauszieht, den HDMI Monitor ausschaltet usw.
Kommt so ein Device wieder zurück, ohne das der Benutzer in der Zwischenzeit am Mixxer etwas anderes eingestellt hatte, merkt sich PA9 die alten Einstellungen und stellt Sie wieder her, was meint, daß z,B. besagter Kopfhörer wieder reingesteckt wird und die Wiedergabe sofort dahin umgeleitet wird, weil es vorher auch schon so war.

Beamforming

Was ist Beamforming ? 😀 Ok, wenn man ein ganzes Rudel von Mikros hat, kann man die nun auf einen Punkt ausrichten und das, was alle Mikros laut aufnehmen, wird noch lauter, und alles andere wird leiser. Damit kann man z.b. unerwünschte Nebengeräusche dämpfen und die Sprecher auf einem Podium hervorheben. Das fällt wohl unter Studiotechnik und wird ganz sicher hier im Blog nochmal vorgestellt. Ganz sicher 🙂

Corking

PA9 verbessert den Umgang mit Datenströmen die spezielle Rollen haben. Ein Datenstrom von Skype z.b. ist als „Voice“ getaggt und dementsprechend hat er Vorrang z.b. vor Musik, eine lästige Voreinstellung der man üblicherweise den gar ausmacht, sobald man das mal gefunden hat 😉 Jedenfalls kann man mit PA9 auch Ströme ohne besondere Rolle in seine Konfiguration mit einbeziehen.
Jemand der hier Änderungen vornimmt, hat schon sehr spezielle Vorstellungen von seinem Audiosystem.

LFE remixing wieder abgeschaltet

LFE, das sind besonders tiefe Frequenzen für Subwoofer, und da der LFE Filter nicht richtig funktioniert, ist er defaultmäßig in PA9 abgeschaltet, was Euren Subwooferausgang stumm schaltet. Also nicht vergessen: nach dem Update wieder einschalten.

Es gibt noch mehr Änderungen, aber die sind sehr spezielle und für „Benutzer“ wohl eher uninteressant. Wer es nachlesen will, hier ist der Link.

Wann PulseAudio 9 in Fedora einziehen wird, werden wir sehen.