LPD 2016 in Braunschweig – Das volle Haus

Wir kommen grade vom LPD 2016 in Braunschweig aus dem Protohaus im Rebenpark.

Ein voller Erfolg im wahrsten Sinne des Wortes, da der Raum überfüllt war. An sechs Stationen wurden alle Fragen rund um Linux beantwortet. Zum Teil  haben uns die Besucher auch zu Problemen mit Windows befragt 🙂 Ich glaube, daß die meisten sehr froh waren die Technikversteher mal direkt fragen zu können 😀

Mein ältester Besucher an der Videobearbeitungsstation war 81 Jahre alt. Da mit Linux neu anzufangen ist wahrhaft eine Leistung.

Vorgestellt haben wir u.a. OpenShot, Wine mit Photoshop Elements, EVE Online, LibreOffice, WPS Office, Thunderbird, Nautilus u.a. Programme.

Hier ein Bild von der Veranstaltung :

Linux Presentation Day 2016

Update:

Laut Zahlen von Frank, waren 120 Besucher in dem kleinen Raum.

Thunderbird 45 verstellt die Spalteneinstellungen

Mit dem gestrigen Updaten auf Thunderbird 45 verstellt Thunderbird die Spalten und nutzt ein anderes Look & Feel, leider nicht zum Besseren.

Die Spalte „Von“ wird durch die Spalte „Gegenüber“ ersetzt. Das ist mehr als verwirrend, besonders weil hier mal Absender und mal Empfänger angezeigt werden, ganz nach gut dünken von Thunderbird. Der inneren Logik habe ich mich länger ausgesetzt, da ich es ohnehin für einen Bug, zumindest aber eine auf­ok­t­ro­y­ie­rte Frechheit, halte.

Wie wird man es wieder los ?

Rechtsklick auf den Spaltennamen.
Eine Liste mit möglichen Spalten erscheintman wählt Gegenüber ab, und Von aus.

Will man diese Einstellung nun in allen Unterordnern haben, gibt es wieder den Rechtsklick auf den Spaltennamen. Am Ende der Liste steht eine Funktion „Spalteneinstellungen übernehmen für…“ und da wählt man dann das Zielpostfach oder den Ordner aus. Da ich viele Mailkonten benutzt, was es ziemlich nervig. Dafür sieht es wieder so aus wie früher.

 

Pulseaudio – All Device Wiedergabe

Schon einmal das Bedürfnis gehabt, daß der Sound nicht nur auf dem Lautsprecher herauskommen soll, sondern auf allen angeschlossenen (und nicht angeschlossenen) Geräten ausgegeben werden soll?

Ja, geschafft ? Nein ? Aber da gibt es natürlich eine Pulseaudio Lösung und die hat es echt in sich 🙂

Pulseaudio ist ja auf den meisten Linuxrechnern der Defaultsoundmixer, auch wenn es noch Jack und GStreamer gibt. Leider gibt es nicht nur das eine Configtool für Pulseaudio, sondern eine ganze Reihe. Das was bei Fedora nicht installiert ist, ist paprefs . Das muß man sich erst mal mit dnf installieren : „dnf install -y paprefs“ Je nach Stand der Fedorainstallation kommen da nur 3, oder auch mal 30 Pakete mit.Bildschirmfoto von »2016-04-09 12-10-13«

Wir brauchen die Funktion „Simultane Ausgabe“ . Da gibt es nur einen Haken, der klicken wir an. Nun haben wir im Lautstärkenmanager ein virtuelles Device in dem alle anderen Devices zusammen gefaßt sind. Das geht natürlich nur, wenn man auch mehrere Ausgabegeräte anschlossen hat. Zu dem oben erwähnten nicht angeschlossenen Fall kommen wir später 😀 .  Das kann sein, die auf dem Mainboard verbaute Audiohardware, eine Soundkarte, Kopfhörer oder auch der HDMI Monitor mit Ton.

Wer es noch nicht aktiviert hat, unten im Mixer ist eine Auswahl was man sehen will, dort einfach „All Streams“ auswählen, daß könnte dann so aussehen :

Bildschirmfoto von »2016-04-09 12-19-33«

Man hat nun also nicht nur die ganzen Programme die man regeln kann, sondern auch jedes Ausgabegerät kann einzeln angesteuert werden. Das ist wichtig, weil zum Einen müssen Geräte die weiter weg sind lauter sein, zum Anderen heißt 100% für jedes Gerät was anderes. Im „Ausgabegeräte“ Tab kann man jede Hardware einzeln ansteuern und, ganz wichtig, man kann die Latenz einstellen. Damit kann man Echos verhindern, weil man ausgleichen kann, daß die Lautsprecherboxen über lange Leitungen angeschlossen sind.  Ganz wichtig, wenn man eine ganze Halle ansteuern will, schliesslich will man kein Echo haben.

Wer jetzt keine Veranstaltung plant oder auf einer sportlichen Großveranstaltung den Stadionsprecher machen will, der kann auch ganz praktisch etwas damit anfangen: volleren Sound.

Jeder Lautsprecher hat seine eigene Übertragungskurve, meint, Höhen und Bässe werden auf jedem Gerät anders wiedergegeben und das können Sie jetzt ausnutzen. Haben Sie z.B. zwei paar Lautsprecher, einen Mittelton betonten und einen für Bass und Höhen, können Sie diese nun über den virtuelle Stream zusammenführen.

Das was ich gemacht habe, meinen HDMI Lautsprechermonitor in die gemeinsame Klangausgabe eingebunden, so daß die Lautsprecher links und rechts neben dem Monitor nun von vorne kommen und damit ein viel besseres Klangbild mit Surroundsound möglich ist. Da man jetzt mehrere Lautsprecher hat, kann man natürlich auch Mehrkanalton abspielen, wenn die restliche Software da mitspielt.

Im nächsten Teil des Artikels befassen wir uns mit Netzwerkplayback ! Haltet Eure Handies bereit 😀