Mit was läuft Eure Desktopsession?

Wayland or Not-To-Wayland

Ich dachte bislang eigentlich, daß Wayland drin ist, wenn nicht X11 draufsteht. Aber wie erkennt man das eigentlich?

Indem man das hier eingibt :

[marius@eve ~]$ echo $WAYLAND_DISPLAY

Wie man sieht kommt da nichts. Wenn Wayland im Spiel wäre, müßte da laut Redhat’s AdminGuide für Fedora ( den gibts wirklich ) „wayland-0“ rauskommen.

Das verifizieren wir jetzt mal, in dem wir unsere Loginsession ansehen und befragen :

[marius@eve ~]$ loginctl
 SESSION UID USER   SEAT  TTY 
 c2       42 gdm    seat0 /dev/tty1 
 3      1000 marius seat0 /dev/tty2

2 sessions listed.

Ich habs mal aufgehübscht. Die 3 ist, was wir suchen, nämlich unsere SessionID. Mit der können wir das LoginControl lustige Sachen fragen:

[marius@eve ~]$ loginctl show-session 3 -p Type
Type=x11

Und das ist die Bestätigung, daß wir X11 fahren. Jetzt bin ich mal auf Redhats Antwort im Bugtracker gespannt, wie sie das erklären, wo doch Fedora auf Wayland umgestellt wurde und es im Sessionlogincontext auch EXTRA eine Auflistung der Desktopsessions gibt, die mit X11 laufen, was ja impliziert, daß die anderen es nicht tun ( so eine habe ich grade laufen).

Und so sieht die ganze Sessioninfo aus :

[marius@eve ~]$ loginctl show-session 3
Id=3
User=1000
Name=marius
Timestamp=Fri 2018-05-04 09:29:20 CEST
TimestampMonotonic=546595417
VTNr=2
Seat=seat0
TTY=/dev/tty2
Remote=no
Service=gdm-password
Scope=session-3.scope
Leader=7718
Audit=3
Type=x11
Class=user
Active=yes
State=active
IdleHint=no
IdleSinceHint=0
IdleSinceHintMonotonic=0
LockedHint=no

Die interessanten habe ich eingedickt. Bis auf wenige Ausnahmen ( Sessionid ) dachte ich mir schon, daß ich ein User bin 😀

kleiner Spaß mit HowToForge

How To Forge .. kennt Ihr bestimmt. Ist so eine Webseite, wo Leute anderen Leuten zeigen, wie Dinge funktionieren. I.d.R. sind das spannende Sachen, wie man Webserver aufsetzt z.B.  . Es gibt aber auch Dinge, die nur eine Zeile lang sind, so wie der Artikel hier:  https://www.howtoforge.com/clear-bash-history/

Um was geht es überhaupt

„Das Löschen des BASH Kommandoarchives.“

Jeder der schon mal eine Bash-Shellkonsole benutzt hat, dürfte über die Bash-History gestolpert sein, als er ab- und unabsichtlich die Cursorsteuertasten benutzt hat. Damit kann man den vorherigen Befehl  nochmal sichtbar machen, Fehler beheben und wieder abschicken. Spart eine ganze Menge Tipparbeit.

Das lief dann auf … hinaus

Der Artikel lief dann auf diesen Einzeiler hinaus:

cat /dev/null > ~/.bash_history && history -c && exit

Und so schlicht das auch aussieht, da steckt doch glatt ein „Schönheitsfehler“ drin. Naja, ok, Fehler ist zu viel gesagt, ich würde es anders machen :

echo „“ > ~/.bash_history && history -c && exit

Bevor sich jemand zu Kommentarflames genötigt sieht, die eh gelöscht werden, was jetzt kommt ist rein akademisch.

Warum ?

Wir wollen die Datei leer haben, aber in einem definierten Zustand. Das Spezial-Device /dev/null erzeugt .. nichts.. Das ist aber weniger als „leer“ 🙂 Der Ansatz mit /dev/null funktioniert natürlich, weil cat solange was ausgibt, bis nichts mehr kommt und das passiert natürlich sofort. Also steht am Ende nichts mehr in der Datei, weil mit „>“ alles übergenagelt wird, was schon drin war.

Ich persönlich, finde ‚echo „“ >‘ als Konstrukt schöner, weil eindeutiger formuliert.

echo „“ zeigt deutlich, daß wir keinen Inhalt haben wollen. Bei /dev/null ergibt sich das nur indirekt aus dem Verhalten von cat und dem Verhalten von /dev/null . Beides muß man kennen um es zu verstehen. echo „“ sagt auch einem unbedarften Leser, daß es hier um „keinen Inhalt“ geht.

Wem das jetzt zu pingelig war, hat wohl noch nie versucht fremden Programmcode zu entziffern. Da spielt die eindeutige Benennung der Methode/Funktion eine wichtige Rolle, wenn der Code schon nicht Kommentiert ist. Das gleiche Prinzip gilt auch für Bashbefehle.

Soweit zu Teil 1..  jetzt reduzieren wir das mal brutalst auf 2 Befehle 🙂

echo „“ > ~/.bash_history; killall -9 bash

Was passiert hier ?

Zunächst mal machen wir die History platt, genau wie vorher. Jetzt killen wir alle Bash Shells die laufen, was in der Regel nur die eine sein wird. Shells von Root und anderen Benutzern können wir so nicht beenden, außer wir sind root. Da die Bash hart beendet wird, kann sie Ihre History nicht mehr auf Platte schreiben, womit die Datei auch nach dem Logout noch leer ist, welcher implizit beim Killen der Bashshell passiert. Ziel erreicht, ein Befehl weniger 😀

Zu Ursachen und Nebenwirkungen, fragen Sie Ihren Arzt und Drogendealer

Keine Frage, die Methode kann Kollateralschäden in anderen Bashsessions des Users verursachen. Sie ist auch um keinen Deut „besser“ als die ursprünglich vorgestellte Methode, nur kürzer. Und nur darum ging es heute.

Quelle: https://www.howtoforge.com/clear-bash-history/

Mozilla FireFox ESR Exploit

Ok Leute, wer von Euch fährt noch eine FireFox ESR 52 Version ?  Zeit zu Updaten und zwar ZZ!

Bug 1557221 – (CVE-2018-5146) CVE-2018-5146 Mozilla: Vorbis audio processing out (Redhat)

Betroffene Software Versionen : ALLE vor  FF 59

Neue Logos scheint Mozilla, im Gegensatz zu grundlegenden Securityaudits, lieber zu mögen.

Quelle: https://www.securityfocus.com/bid/103432/info

Schau sich mal einer die Versionsliste an 😉 ALLE meint wirklich ALLE 😀