WordPress Admininterface generiert unsichere Links

Wenn man in einem WordPress Admininterface, das per HTTPS aufgerufen wird, eine Meldung von Browser bekommt, daß die Seite unsichere Elemente enthält, dann denkt man instinktiv an einen Hack.

Zum Glück ist es keiner. Lediglich die „Zur Website“ Links, die WordPress automatisch aus den Konfigurationen der einzelnen Blogs einer Netzwerkinstallation erzeugt , werden ohne weitere Prüfungen per HTTP:// erzeugt, was dann zur Warnmeldung des Browsers führt:

<ul id="wp-admin-bar-blog-6-default" class="ab-submenu">
<li id="wp-admin-bar-blog-6-d">
<li id="wp-admin-bar-blog-6-n">
<li id="wp-admin-bar-blog-6-c">
<li id="wp-admin-bar-blog-6-v">
<a class="ab-item" href="https://marius.bloggt-in-braunschweig.de/">Zur Website</a>
</li>
</ul>

Da sollte WP noch etwas nachbessern.

Miele Geschirrspüler mit Directory Travelsal Attack

Wie  The Register berichtet, hat Miele einen Industrie Geschirrspüler „Professional PG 8528“ mit Netzanschluß auf den Markt gebracht. Wie nicht anders zu erwarten, patzte der Hersteller bei der Sicherheit ( Was war das doch gleich ? )  und baute ein Netzwerkmodul mit Directory Travelsal Attack Schwachstelle im mitgelieferten Webserver ein.

Es kam wie es kommen mußte, jemand hat mal nachgeschaut und wie auch schon bei anderen IoT Schwachstellenberichten, hat Miele bislang nicht auf die Meldung des Finders der Lücke, Jens Regel von der Firma Schneider-Wulf, reagiert. Auf Updates und Bugfixes werden wir ohne verzichten müssen.

Das Vulnerability Advisory wurde dann auch über die Full Disclosure Mailingliste versendet, so daß jetzt jedes Restaurant, daß die Maschine ordnungsgemäß ins Netz gehängt hat, darauf warten kann, wann der Geschirrspüler das nächstgelegene Wifi hackt oder Spams versendet 😀 Und das alles, weil jemand vom PC aus nachsehen will, ob die rote BetriebsLED am Gehäuse auch funktioniert 😀

All Hail IoT!

 

Update: Miele hat sich dann doch noch gemeldet, nachdem Heise Security nachgefragt hat. „Äh ja, können wir uns auch nicht erklären….usw. usw.“

Selten eindeutiger krimineller Spam

Spams unterliegen ja wie alles andere einer Mode. Heute flatterte ein richtig eindeutiger Spam ins Haus, der sich nicht eindeutiger als Spam outen lies. Besonders war nur, was damit wirklich geplant war.

Ich hatte eigentlich bei dem Betreff „for CV“ ein Bild oder ein WordDoc erwartet, daß einen Exploit enthält, aber tatsächlich kam das hier:

Dear info,

We are looking for employees working remotely.

My name is Rich, I am the personnel manager of a large International company.
Most of the work you can do from home, that is, at a distance.

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http://www.buildmypodcast.com/wp-content/themes/twentyfifteen/{GEHACKTEURL}.html

d_healthHave a nice day!

Spamassassin hat die Mail  extrem eindeutig als Spam erkannt. Eine Regel sticht besonders ins Auge :

 Inhaltsanalyse im Detail:   (27.5 Punkte, 5.0 benötigt) 
 Pkte Regelname              Beschreibung
 ---- ---------------------- --------------------------------------------------
...
  3.0 URI_WP_HACKED          URI for compromised WordPress site, possible malware
...
Subject: for CV

Was meint, daß die URL in der Email eine WordPress Installation ist, die vermutlich gehackt wurde.

Spamassassin lernt also auch immer dazu, und das ist gut so 😉

Der Sinn der Sache war übrigens, den Empfänger als Finanzagent für Geldwäsche anzuwerben.  Wenn Sie also sowas sehen, wie immer, aber in die Tonne damit.

Kleine Anekdote am Rande: Für eine fiktive Deutsche Firma hat mich so ein Spam auch schon erreicht. Da in dem Fall allerdings nachvollziehbare Login, Adressen usw. vorhanden waren, ging das ausnahmsweise an die Staatsanwaltschaft, statt direkt in der Tonne zu landen.