NetFlix Chrome : m7111-1957-205032

NetFlix und Linux sind ja  so zwei Dinge die nicht sofort funktionieren.

NetFlix Wenn man NetFlix nutzen will, muß man Google-Chrome installieren. Im Prinzip funktioniert es dann out-of-the-box. Wer aber beim Playback den Fehler „m7111-1957-205032“ bekommt, der ist aufgeschmissen, denkt man. Die Lösung liegt im Deinstallieren des „Fedora-user-agent-chrome“ Pakets. Das installiert sich nämlich ungefragt mit und funktioniert dann nicht mal 🙁

Wenn das runter ist vom Rechner, Chrome neustarten und dann bei NetFlix diese URL aufrufen:

http://netflix.com/clearcookies

Das löscht die alten Cookies auf dem Server. Dort steht u.a. auch der User-Agentstring, den das Plugin gestört hatte. Wenn man dann NetFlix aufruft, geht es einfach. Viel Spaß.

 

Wir unterbrechen das Programm aufgrund einer ..

„… dringenden Meldung.“ So heißt das ja bei Newsseiten und -sendern immer, wenn was schnell neues kommt. Bei Computern nennt man es einfach „Update“, egal ob es für Programme oder Teile des Betriebssystems ist.

Heute gab es auf den newseiten gleich wieder so eine Überschlagsmeldung:

http://www.heise.de/meldung/glibc-Dramatische-Sicherheitsluecke-in-Linux-Netzwerkfunktionen-3107621.html

Essenz: In der sehr wichtigen Betriebssystemlibrary glibc klaffte mal wieder eine dicke Lücke, die seit Jahren keiner (der es behoben haben wollte) gefunden hat. Da es sich um eine Remote-Code-Execution Schwachstelle handelt, bei der also jeder halbwegs geskillte Hacker jedes System von außen angreifen kann, ist das eine kritische Sicherheitslücke und muß entsprechend behoben werden.

Wir haben ausnahmsweise 1 Stunde nach Veröffentlichung des Patches für Fedora die Testversion der glibc eingespielt, so daß unsere Server jetzt alle sicher sind. Nur so angemerkt, falls jemand auf dumme Ideen kommt 😉

Was ich ziemlich lustig finden sind Trollkommentare wie diese hier:

Diese Kommentare haben eins gemeinsam, sie versuchen Linuxuser damit aufzuziehen, daß diese sich sicherer wägen als Windowsuser und daß auch jedem sagen. Vermutlich stört letzteres die Windowsfanboys 🙂

Wenn man sich mal ansieht, wann die Lücke „publik“ wurde und damit ist nicht der Juli 2015 gemeint, als die Lücke übersehen wurde beim Fixen von gethostbyname(), sondern gestern im Laufe des späten Abends. Kann man richtig Stolz sein auf alle Beteiligten, weil 12 Stunden später bereits Pakete für alle möglichen Distributionen vorhanden waren, die den Fehler behoben haben.

Hier bin ich der Meinung, daß Microsoft das nie in ~12 Stunden zur Installation freigegeben hätte, obwohl es so kritisch ist, da zu viele „Business“ Kunden dranhängen. Vielleicht, und das wird man leider nicht erfahren, wäre das erst unter den Teppich gekehrt worden und dann am Patchday veröffentlicht worden. Dieser Patchday ist, was mich an Windowsecurity im Nachhinein stört.

Deswegen denke ich, mit Linux fährt man besser.

Nautilus 3.20 vorgestellt

Die Arbeiten an Nautilus für Gnome 3.20 sind soweit abgeschlossen. Leider ist einer der größten Bugs aus meiner Sicht nicht gelöst worden: Das Big-Icon-Problem

Am Gnome selbst war am auffälligsten, daß ein „Internet“ genannter Webkit Browser vorinstalliert war. Allerdings konnte das Programm faktisch nichts sinniges machen. Der Versuch Firefox runter zu laden, endete in einem Hardreset weil nichts mehr ging. Es ist ja auch noch Betaware, die darf das 😉

Ansonsten bietet das Gnome-Live-Image nichts bewegend neues. Nautilus selbst hat dann doch noch einige Fehler, z.b. daß der Gnomedesktophintergrund weiß wird, wenn man Desktop Icons wie Papierkorn / Home und Netzwerk-Icons einblenden läßt. Laut Entwickler, wäre er Bug aber schon behoben. Leider kann man das nicht prüfen, da die Version vom 2.2.2016 ist und keine neuere verfügbar war.

Falls Ihr Euch fragt, was ihr mit einem „qcow2“ File machen sollt:

  1. Das Image entpacken mit gzip -d  oder über Nautilus. Da kommt dann ein 2 GB großes File raus.
  2. Systemtools -> Boxen starten. Neue VM anlegen und Datei auswählen.
  3. Starten

Wofür das qcow steht: QEMU Copy On Write