China: SMS spams per Fakebasisstation verteilt.

Eine wahrer Berg von unerwünschter Spam erreichte letztes Jahr die mobile chinesische Bevölkerung: 200 Milliarden Spams per SMS.

Bei 2-3 Milliarden Chinesen sind das nicht allzuviele pro Jahr, aber die Methode dahinter ist interessant. Die Spammer fahren mit Autos oder LKWs durch die Gegend und haben eine Mobilfunkausrüstung mit gefälschten Ids im Schlepp. Alle Mobiltelefone im Umkreis buchen sich auf der Suche nach der besten Sende- und Empfangsstation in diese rollenden Spambüchsen ein.

Die dortige Polizei hat jetzt (mal wieder) einige diese Spammer festgenommen:

Danke an Fefe für den Tipp:

http://www.theregister.co.uk/2014/03/26/spam_text_china_clampdown_police/

Hoffentlich setzt sich dieser Trend nicht auch in Europa durch. Das Problem an der Sache ist, daß man auf die Methode an alle Telefonnummern  in der Gegend kommt, auch die, die bspw. nur fürs Online-Banking genutzt werden. Falls Sie also sehen sollten, daß sich Ihr Telefon zu Hause des öfteren umloggt, könnte jemand mit so einer gefälschten Basisstation bei Ihnen unterwegs gewesen sein.

 

 

 

„Microsoft macht den Internet Explorer wieder sicher“

Zitat heise.de Schlagzeile vom 7.3.2014 : „Microsoft macht den Internet Explorer wieder sicher

Da stellt sich uns natürlich spontan die Frage, wieso hat Microsoft ihn vorher erst unsicher gemacht ? 🙂

Nun weiß man aus Erfahrung, daß der Internet Explorer nicht lange sicher bleibt, dafür aber lange unsicher. Das liegt daran, daß Microsoft einen Patchday nutzt, eine in sich unsichere Sache. Patchdays haben den einzigen Vorteil, daß sich die Windows Administratoren auf den Tag vorbereiten können, d.b. keinen Urlaub, Keine Mittagspause und vermutlich keinen Feierabend. Für die kriminellen Angreifer bedeutet es, bis zu dem Tag sollten Sie sich Zugang zu einem angreifbaren Windowssystem verschafft haben, sonst wirds schwieriger. Da es auch Lücken gibt, die direkt nach dem Patchday bekannt werden, haben Angreifer also jede Menge Zeit einen PC zu infiltrieren, meist ohne das der Benutzer etwas ahnt.

Bei dem Betriebssystem Linux gibt es z.b. keine Patchdays. Jeder Tag könnte Patchday sein.  Lücken werden alsbald möglich geschlossen. Im Idealfall liegen nur wenigen Tage zwischen bekannt werden des Problems und dem Beheben des Problems. Hier kommt es natürlich auch etwas auf den Anbieter der eigenen Linux Distribution an.  Fakt ist aber, daß deutlich weniger Zeit vergeht, bis eine Lücke geschlossen ist und man somit sicherer lebt, als mit einem Patchdaybetriebssystem.

Denken Sie doch mal über einen Wechsel nach.

Fußgängerboykott

Vor einigen Tagen habe ich hier bereits über den Sinn bzw. den fahrlässigen Einsatz von Radfahrern als lebende Verkehrsbremsen berichtet. Seitdem ist kein Tag vergangen, an dem nicht von einem Radfahrer über einen Autofahrer lautstark geschimpft wurde ( glatte Untertreibung ).

Der Mittelweg wurde ja im Zuge des Umbaus von einem kombinierten Fuß- und Radweg beiderseits, auf schmalste Fußwege mit einem nicht getrennten Radweg auf der Straße umgebaut, damit in der Mitte Platz für unnötige Verkehrsinseln und eine optische und akustische Warnfläche ist. Letztere wird oft von LKW als illegaler Parkplatz benutzt.

Auf Höhe des ehemaligen Geländes der Braunschweiger Zeitung, ist direkt vor einem Briefkasten ein solcher Übergang mit Verkehrsinsel und Straßenlaternen hingebaut worden, um die Massen an die-Straße-querenden-Menschen sicher über den Mittelweg zu bringen. Das mit dem massenhaften Abbremsen der Autofahrer hat dann neulich auch tatsächlich geklappt. Allerdings anders als von den Stadt(un)planern vorgesehen.

Was war passiert ?

Ein älteres, bereits mit Gehhilfen ausgerüstetes Ehepaar ( Vermutung, so wie die sich angebrüllt haben ), querte die Straße und sorgte so für eine massenhafte Behinderung des Straßenverkehrs. Der ältere Herr stoppte den Straßenverkehr in grob widriger Form, in dem er sich einfach auf die Straße stellte, um seiner Frau ein sicheres hinübergehen zu ermöglichen. Anstatt die eigens dafür gebaute Überquerung ( die sonst auch niemand benutzt ) in Anspruch zu nehmen und so zügig und sicher hinüber zu kommen, lies er seine Frau an der breitesten Stelle, keine 5 Meter vor dem Überweg über die Straße „queren“.  „Queren“ ist hier auch falsch, denn statt quer zur Fahrtrichtung zu gehen, wurde die längstmögliche Strecke in Form einer Diagonalen gewählt. Der Vollzug der Diagonalung zog sich gefühlte 5 Minuten hin, inkl. vollständigem darniederliegens des Verkehrsflusses.

Als Konsequenz kann man hier eigentlich nur den Schluß ziehen, daß der Fußweg auch durch einen gemalten Streifen auf der Straße ersetzt werden müßte, damit statt Radfahrern mehr gehbehinderte Rentner den Verkehr „entschleunigen“ oder korrekter weise „ausbremsen“ bzw.  „ausdiagonalen“ .  Die Radfahrer werden von den Autofahrern im Bezug auf das Ausbremsen, trotz des Umstandes, daß Bremsen in doppelter Ausführung vorhanden sind, nicht für voll genommen. Gehbehinderte Rentner dagegen möchte wohl scheinbar niemand auf der Motorhaube liegen oder als Galionsfigur haben.

Fazit:  Nicht mal die Menschen, die sie dringend brauchen, wollen die überflüssigen Überquerungen benutzen. Wenn das kein Argument gegen diese schwachsinnige Baumaßnahme ist, was dann ?

P.S.: Das Fehlen jeglichen Beweismaterials dieser Story ist dem Umstand der mannigfaltig fehlerhaften Wiedererkennung von gehbehinderten Senioren und den schlechten Sichtverhältnissen meiner Kamera im Dunkeln geschuldet.