Das Internet der Dinge, oder warum Ihr Kühlschrank Ihnen Spams schickt.

Es ist kaum ein Jahr her, da habe ich mich gegen das Netz der Dinge ausgesprochen, denn niemand braucht es wirklich. Gestern war es endlich soweit, das Netz der Dinge wurde zum Netz des Grauens. Wie man in nachfolgendem Link schön nachlesen kann, wurde ein neues Botnetz entdeckt, daß neben den üblichen PC’s und DSL Routern auch andere ans Internet angeschlossene Geräte beinhaltet hat, u.a. auch einen Kühlschrank:

http://www.golem.de/news/thingbot-botnetz-infiziert-kuehlschrank-1401-103978.html

Und das wird nicht der einzige Kühlschrank gewesen sein, sondern nur den ersten den man erwischt hat. Scott Adams, einigen bekannt als der Vater von Dilbert, hat mal den Begriff des Individuos geprägt und meint damit Menschen, die zu dumm und zu uninteressiert sind, sich mit dem zu beschäftigen, was Sie gerade benutzen. Ein Individuo würde folglich niemals merken, daß sein Kühlschrank gehackt wurde, bis ein anderer es ihm sagt. Er wäre aber dreist genug, den Hersteller auf Millionen zu verklagen, weil er die Katze im gleichen Kühlschrank gefriergetrocknet hat.

Ein Individuo würde natürlich auch den Kühlschrank wegschmeissen, und durch das gleiche Modell mit dem gleichen Softwarefehler ersetzen. Er würde ihn natürlicher wieder ans Internet anschliessen, schliesslich ist er ja nur kaputt gewesen.

Individuos werden immer von intelligenteren, aber nicht klügeren, anderen Individuos mit neuem Kram eingedeckt. Beide Seiten sind damit voll aufzufrieden und werden auch in den nächsten 1000 Jahren nichts an dieser Kausalschleife ändern, mit der es sich doch so prima vor sich hin leben läßt.

Die Leidtragenden sind die Menschen, die so einen Kühlschrank nicht wollen und auch nie ans Netz anschliessen würden, weil sie immer mit der Dummheit der intelligenten Individuos rechnen. Kaufen und teuer bezahlen müßten Sie den Schrott trotzdem, weil sie eine Minderheit im Individuomarkt … oh pardon … Massenmarkt darstellen.

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie ein Individuo sind, oder nur einer Minderheit angehören, kaufen Sie sich doch mal einen neuen Virenscanner und prüfen Sie Ihren Rechner damit. Die Trefferrate zum Erkennen von Individuorechnern liegt bei 99.9% .

 

U.N.O. Kreditkarten

Auch der besten Antispamlösung Ihres Providers kann mal eine Spam oder Phisingmail durch die Lappen gehen. Eine solche hat mich heute erreicht und mir mal wieder die Gelegenheit geben, auf die Schwächen solcher Phisingemails hinzuweisen.

Der Text:

UNITED NATIONS.
United Nations House, 617/618.
Diplomatic Zone,
Central Area District,
Federal Capital Territory,
Abuja, Nigeria.
Email: atmunit1001@yahoo.co.jp

RE: APPROVED COMPENSATION PAYMENT AWARD OF US$2.3M

We found your email in our list and that is why we are contacting you, this has 
been agreed upon and have been signed. Therefore, we are happy to inform 
you that an arrangement has perfectly been concluded to effect your payment 
as soon as possible in our bid to be transparent.

However, it is our pleasure to inform you that your ATM Card Number; 
7876 3100 0300 1420 has been approved and upgraded in your favour. 
Meanwhile, your Secret Pin Number will be available as soon as you confirm 
to us the receipt of your ATM CARD.

The ATM Card Value is $2,300,000.00 USD only (Two Million Three Hundred 
Thousand United States Dollars). You are advised that a maximum withdrawal 
value of US$5,000.00 (Five Thousand Dollars) is permitted daily.

Please contact Mr. Lancelot Ego, Email: atmunit1001@yahoo.co.jp With the 
following information to facilitate your claims.

Das Offensichtliche:

Die UNO verschickt natürlich keine Kreditkarteninformationen mit 2.3 Millionen USD drauf an jemanden, der dann noch seine Daten angeben soll.

Nehmen wir an, es wäre tatsächlich so und Sie müßten die Fälschung erkennen. In dem Fall müßten Sie nicht mal in den EMailheader schauen, denn im Text steht Nigeria als Standort des Sender und die Emailadresse sagt Japan. Mehr muß man eigentlich nicht sagen.

Der Emailheader:

Received: from wombat.uoeh-u.ac.jp ([160.198.6.18]) by mx-ha.web.de (mxweb005)
 with ESMTP (Nemesis) id 0LqBLU-1VOYy01CMK-00dnF7 for ;
 Sat, 11 Jan 2014 16:26:43 +0100
Received: from User (static-71-122-185-194.tampfl.fios.verizon.net [71.122.185.194])
	by wombat.uoeh-u.ac.jp (Postfix) with ESMTPA id 99432644AB;
	Sat, 11 Jan 2014 20:34:19 +0900 (JST)
Reply-To: <atmunit1001@yahoo.co.jp>
From: "U.N.O."<kuroda-k@med.uoeh-u.ac.jp>
Date: Sat, 11 Jan 2014 06:33:26 -0500

Der angebliche Absender „kuroda-k@med.uoeh-u.ac.jp“ stimmt nicht mit der Rücksendeadresse „atmunit1001@yahoo.co.jp“ überein.

Die angehängte Datei „U.N.O.pdf“ ist natürlich präpariert und wird alle bekannten Schwachstelle eines PDF Anzeigeprogramms ausnutzen um die Kontrolle über den Rechner zu erlangen.

Wie in all diesen Fällen, löschen Sie die Email einfach.

Der wohl schlechteste Browser der Welt : IE 11

Nicht nur das Microsoft mit Windows 8 die wohl unbrauchbarste Desktopoberfläche der Geschichte auf den Mark geworfen hat, nein, der Internet Explorer 11 wird wohl nach Mosaik 0.1, der schlechteste Browser der Geschichte sein.

Webtechniken, die in Nischenbrowsern wie Amiga, Pegasus und Android funktionieren und im Chrome, Firefox, und auch in den übrigen IE Browsern problemlos (im Vergleich zu 11 ) laufen, die einfach nur Spaß machen und die UI Erfahrung auf einen neuen Level stellen, funktionieren im IE 11 nicht mehr.

Ein einfaches Beispiel in CSS:

<table style="border-radius: 5px;">...</table>

funktioniert im Kontext anderer Elemente nicht mehr.

Die gesamte Renderengine scheint buggy zu sein. Die Vielzahl der Fehler paßt nicht mal auf diese Webseite. Jeden einzelnen herzuleiten wäre auch müßig.

Da fragt man sich ernsthaft was bei den Entwicklern zwischen IE 10 und IE 11 passiert ist? Wurden die alten teuren Haudegen, gegen frische Schulinder ersetzt oder was ist passiert ? Der IE 11.0.2 in der uns vorliegenden Version, ist in einem Zustand der einer Alphaversion  würdig wäre. Ein Qualitätsmanagement hätte diesen Browser nicht herausgeben dürfen.

Aber damit es nicht langweilig wird, noch einen auf den Weg:

Extern meldet sich der IE 11 mit dem Useragentstring:

 

Mozilla/5.0 (Windows NT 6.1; WOW64; Trident/7.0; rv:11.0) like Gecko

Intern im Javascriptdebugger ist der  Useragentstring ( navigator.useragent ) so ca. 150 Zeichen lang. Damits Javascript genau ermitteln kann, welche Plugins vorhanden sind und welche APIs unterstützt werden. Schön und gut, leider macht es das Debuggen so nicht einfacher.

Nach der heutigen Aktion, bei der in 2 Stunden versucht wurde, die gröbsten Patzer zu kompensieren, mußten wir leider aufgeben. Das Fazit des Tages lautet daher :

Finger weg von IE 11. Nehmt leider den 10er . Der geht wenigstens.