Thunderbird und Firefox auf dem zweiten Screen öffnen.

Wer ein Dual-Screen Setup mit Linux benutzt, kommt irgendwann unweigerlich zu dem Problem, daß sich Firefox und Thunderbird nicht da öffnen, wo Sie sollten. Das Problem ist Mozilla hinlänglich bekannt, wird aber nicht angegangen. Im heutigen Blogeintrag werde ich kurz die Lösung dieses lästigen Problems zeigen.

In meinen Beispiel kommen zwei Monitore auf dem Gnome Desktop zum Einsatz. Der Primary Screen links ist 1440×900 Pixel groß. Diese Zahlen brauchen wir später noch. Zunächst installieren wir das Tool xdotool :

 

Gnome-XdoTool-1

Das XdoTool sendet auf Kommando Mouseevents an X11 und kann daher den Mauszeiger frei positionieren. Das bereits installierte Tool xwininfo zeigt von jedem Fenster an, wo es sich auf dem Screen befindet. Es ist sehr nützlich, wenn man sich wegen der Positionen nicht sicher ist.

Nun öffnen wir das Desktopicon von Firefox oder Thunderbird und editieren den auszuführenden Befehl auf:

Gnome-XdoTool-2

bash -c „xdotool mousemove 1540 134;firefox %u“

Bash ist wichtig, weil ohne Bash keine zwei Kommandos am Stück ausgeführt werden können. Die Syntax vom XdoTool dürfte recht klar sein, wir möchten einen Mousemove zur Position 1540/134  (X/Y) . Das ist 100 Pixel vom linken Rand und 134 vom oberen Rand des (hier) rechten Bildschirms: 1540 – 1440 = 100 .

Damit öffnet sich Firefox nun auch Maximised im rechten Bildschirm, wenn man das dort lieber hat.

Wer Mozilla davon überzeugen möchte, daß es sich um ein ernsthaftes Problem handelt, sollte hier dafür voten.

 

… und plötzlich ist der Sound weg.

Die Advanced Linux Sound Architecture (ALSA) ist ein mächtiges Werkzeug, was Audiowiedergabe unter Linux betrifft. Leider kann es vorkommen, daß mittendrin einfach mal der Ton ausfällt. Dies geschieht z.b. des öfteren mit Skype, praktischerweise noch vor dem eigentlichen Anruf, so daß man sich nicht ganz blamiert.

Will man dieses Problem schnell wieder in den Griff bekommen hat man meistens verloren, da sich dies nur mit Tools machen läßt, die per Default gar nicht installiert werden. PAMAN z.b. der PulseAudioManager. Mit diesem graphischen Tool kann man alles wissenswerte über seinen PulseAudio SoundServer erfahren. (Fedora: yum install paman) .  Ein guter Start um Probleme zu diagnostizieren:

 

PulseAudioManager

 

PulseAudioManager2

Wichtig sind hier die Sinks, das sind nämlich die eingebauten Soundkarten. Wenn die nicht passend zu dem was man in Rechner  hat auftauchen, dann hat meistens der Treiber das Device nicht gefunden oder der Devicetreiberteil ist grade gestorben. Ein Reboot könnte im letzteren Fall schon helfen. Wenn der Treiber gar nicht erst das Device findet, wird es Zeit einen neuen zu installieren. Wie das geht, steht an anderer Stelle und soll hier heute nicht behandelt werden.

Ist mit den Sinks auf den ersten Blick alles ok, wenden wir uns dem echten PulseAudio Mixer zu, nicht dem der im Gnome verbaut ist, der kann nämlich nix. PAVUcontrol heißt das Tool und muß auch installiert werden  ( Fedora :  yum install pavucontrol )

pavucontrol1

Dieser Systemmixer klärt dann auch mal schnell auf, ob der Sound überhaupt bei PulseAudio ankommt oder nicht.

Im obigen Bild hat QMMP ( WinAmp Kopie für Linux ) via Alsa-Plugin erfolgreich einen Datenstrom zum PulseAudioserver aufgebaut, mit anderen Worten, es müßte was zu hören sein. Wenn man nichts hört, könnte das am Audioausgabedevice liegen und das dies on-the-fly von irgendeinem Programm oder Audioevent auf ein anderes Ausgabemedium umgeleitet/stellt wurde. Besonders beliebt ist hierbei das HDMI Ausgabedevice, daß den Ton an einen mit Lautsprechern ausgestatteten Monitor (aka. Fernseher ) umleitet.

pavucontrol3

In der obigen Ansicht kann man nun ganz leicht über den grünen Knopf festlegen, daß eben nicht mehr HDMI Default ist, sondern die interne Audiohardware. Mit dem kleinen Lautsprechersymbol daneben ( mit dem kleinen X ) kann man das Audiodevice gleich abschalten, was zukünftig hoffentlich solche Fehler verhinder.t.

Kleiner Tipp: Den Fehler kann man leicht daran erkennen, daß man mit „aplay“ und dem „alsamixer“ so absolut gar nichts an seiner Situation verändern kann.

Für alle die mal wissen wollten, was Alsa so auf dem Kasten hat :

 

Alsa1

Ich habe nicht mal geahnt, daß ich ein REAR und ein FRONT Micro habe 🙂  Die einzige Stelle wo man das lästige Auto-Mute abstellen kann, ist übrigens hier. Dazu mit dem Cursor und den Cursorsteuertasten nach rechts auf Auto-Mute gehen und mit Cursor-Rauf abschalten. Alsamixer läuft nur im Terminal, da könnte man auch mal eine GUI zu machen.

Wenn Ihr noch Fragen habt, einfach anmailen.

 

Weißbrot, nein Danke.

Ich muß vorweg schicken, ich mag Weißbrot. Mit Meerrettich und Knoblauch gefüllt, frisch aus dem Backofen ist es eine Köstlichkeit.

Wenn man Abnehmen will, muß man aber genau hinschauen. Manchmal sind die Verlockungen klein und unscheinbar. Aber der Schein kann trügen. Toastbrot z.B. ist üblicherweise klein und lecker, wenn er nicht grade pappig schmeckt, also nach nichts. Dafür aber hat so eine winzige 25g Scheibe Toast 64 (k)Cal . Eine Scheibe Graubrot kommt auf über 100 Cal und eine Scheibe Schwarzbrot auf bis zu 200 Cal, aber die Scheiben sind meistens auch deutlich größer. Eine Scheibe Knäckebrot hat grade mal 32 Cal und wenn man dem Kalorienrechner von Yazio.de vertrauen darf sogar nur 28 Cal. Der Hersteller sieht das auf der Packung allerdings anders 🙂  

Fazit: Lieber 2 Scheiben Knäckebrot, als 1 Scheibe Toast. Satt machen beide gleich viel.

Wenn schon Toast, dann Vollkorntoast, denn der schmeckt besser und hat aus Ernährungssicht auch die „besseren“ Inhaltsstoffe. Aber Achtung, es ist und bleibt Toast!