Am Dienstag hatten wir „Gamescope“ im Fokus bei Linux am Dienstag, eine Anwendung, die uralte Spiele besser auf moderner Hardware macht, gezeigt an WinQuake von 1997.
Gamescope geht auch ohne Steam 😉
Nicht, daß es nicht bessere Games gäbe, aber wie könnte man das Können von gamescope besser zeigen, als an einem Softwarerenderer ohne HW Beschleunigung, der noch 320×240 als Auflösung erlaubt 😀
Wenn man das Spiel direkt startet, was mit Wine ohne Probleme funktioniert, wird erstmal eine Minuten lange Kaskade von Scrennresolutionwechseln durchführt, was sehr nervig ist, nur um dann Fullscreen zu haben. Das geht mit Gamescope deutlich einfacher und schneller. Das Programm stellt einen eigenen Wayland Compositor bereit, über den das Spiel läuft. So kann es trotz „Fullscreen-Request“ in einem Fenster laufen, wenn man das will.
Dieses Fenster kann beliebig groß oder klein sein.
Beispiel 1:
gamescope -b -H 1080 -W 1920 ./WINQUAKE.EXE
mit -b erreichen wir ein Borderlesswindow, -H und -W geben die maximale Auflösung des Screens an. Das Ergebnis seht Ihr hier:
Beispiel 2 zeigt dann das Scaling von 800×600 auf 192×1080:
gamescope -b -w 800 -h 600 -H 1080 -W 1920 ./WINQUAKE.EXE
mit -w und -h geben wir die Ausgangsgröße an und bekommen:
Was bei Winquake nicht klappt, weil es Softwarerendering macht, aber bei andere Spielen könnte es was nutzen:
– Die Umwandlung in HDR
gamescope –hdr-enabled –hdr-itm-enabled -b -w 800 -h 600 -H 1080 -W 1920 spiel.exe
– Skalierung mit NIS oder FSR
gamescope -F nis -b -w 800 -h 600 -H 1080 -W 1920 spiel.exe
Statt „nis“ dann einfach fsr angeben.
Gamescope gibt es bei Fedora und wahrscheinlich allen Major Distros im normalen Repo.