Teamviewer für Linux auf Version 10 Updaten

Dein Update von Teamviewer 9 auf Teamviewer 10 hat funktioniert, aber Dein Desktop Icon ist weg ?

Dann hast Du vermutlich den gleichen kleinen Fehler gemacht, der mir unterlaufen ist: das Icon nicht vor der Installation zu löschen, sondern erst, wenn Teamviewer 10 drauf ist. Es ist nicht Deine Schuld, das Desktopiconmanagement der Gnome-Shell hat noch Platz für Verbesserungen.

Der Reinstall des RPM, so man es denn von hier runter lädt, nutzt mal rein gar nichts, weil das DesktopIcon nicht neu installiert wird.

Natürlich könnte man jetzt das RPM deinstallieren mit „erase“ und es dann noch mal ganz frisch installieren, aber das ist gar nicht nötig. Einfach das Desktopfile aus dem Installdirectory kopieren und dann neue Rechte setzen :

cp /opt/teamviewer/tv_bin/desktop/teamviewer-teamviewer10.desktop ~/Schreibtisch/
chmod 755 ~/Schreibtisch/teamviewer-teamviewer10.desktop

Fertig.

Ursachenforschung:

Das alte TV 9 Icon lag noch als „Zombie“ auf dem Desktop rum, nachdem das Paket ersetzt wurde. Wenn man das aber dann per Contextmenü löscht, löscht man eigentlich das neue Desktopfile von TV 10. Die Gnomeshell hat den Wechsel nicht mitbekommen und hält das geänderte File für ein neues File und räumt nicht sauber auf dem Desktop auf.

Wie man es vermeiden kann ..

Damit man sich dies erspart beim Wechsel von 10 auf 11, einfach nach dem das 11er Icon aufgetaucht ist, den Desktop mit ALT+F2 und dem Befehl „r“ neuladen. Schon ist die Leiche weg, ohne das man etwas zerschiesst.

 

Systemd: wenn set-default nicht funktioniert

Fedora empfiehlt auf den eigenen Seiten, daß man das Default.Target mit dem Befehl:

systemctl set-default graphical.target

setzen könnte. Das  graphical.target ist dabei die Desktopoberfläche. Mit dem multi-user.target bekommt man nur die auf Server übliche Textkonsole zusehen.

Leider stimmt das nicht für jede Fedoraversion und z.b. bei Fedora 19 muß man selbst Hand anlegen:

ln -sf /usr/lib/systemd/system/multi-user.target /etc/systemd/system/default.target

Man kann auch den direkten runlevel als Ziel angeben:

z.b.  /etc/systemd/system/default.target -> /lib/systemd/system/runlevel3.target

Im laufenden Betrieb kann man als Root mithilfe des isolate Befehls zwischen den Runleveln umschalten. Das ist zu Debugzwecken ganz praktisch.

systemctl isolate multi-user.target

aus YUM ableiten, wo man ein RPM findet

Ich werde immer gern gefragt, wo ich den die Links zu den RPMs finde, wenn ich brauche, aber nicht finde. Ein Weg ist das YUM Repo direkt fragen. Zunächst einmal suchen wir uns das passende Repository aus:

# ls -la /etc/yum.repos.d/
insgesamt 68
drwxr-xr-x.   2 root root  4096 18. Jun 14:25 .
drwxr-xr-x. 172 root root 12288  4. Aug 08:35 ..
-rw-r--r--.   1 root root   179 25. Jul 2007  adobe-linux-i386.repo
-rw-r--r--.   1 root root   183  1. Apr 2011  adobe-linux-x86_64.repo
-rw-r--r--.   1 root root  1254 19. Feb 14:46 fedora.repo
-rw-r--r--.   1 root root  1213 19. Feb 14:46 fedora-updates.repo
-rw-r--r--.   1 root root  1271 19. Feb 14:46 fedora-updates-testing.repo
-rw-r--r--.   1 root root  1241 15. Dez 2013  rpmfusion-free-rawhide.repo
-rw-r--r--.   1 root root  1172 15. Dez 2013  rpmfusion-free.repo
-rw-r--r--.   1 root root  1170 15. Dez 2013  rpmfusion-free-updates.repo
-rw-r--r--.   1 root root  1230 18. Mär 2013  rpmfusion-free-updates-testing.repo

dann holen wir uns die BaseURL aus dem Repo ( was anderes macht Yum eigentlich auch nicht )

# cat /etc/yum.repos.d/rpmfusion-free.repo | grep baseurl
#baseurl=http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/releases/$releasever/Everything/$basearch/os/
#baseurl=http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/releases/$releasever/Everything/$basearch/debug/
#baseurl=http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/releases/$releasever/Everything/source/SRPMS/

Die BaseURL kann mit einem normalen Browser aufgerufen werden, wenn man die Variablen ersetzt.

$releasever = Fedora Nummer z.b. 20
$basearch = Basearchitecture also i686 für 32 bit oder x86_64 für 64 bit.

Beispiel:

http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/releases/20/Everything/x86_64/os/

Jetzt rufen Sie das noch mit dem Browser auf und siehe da, alle RPMs liegen vor Ihnen.

Es kann vorkommen, wenn die Repos besonders groß sind, daß diese in mehrere Teile aufgeteilt sind. Üblicherweise nach dem ersten Zeichen des Dateinamens also A B C usw. .

RPMFIND.net

Wenn Sie ein spezielles RPM suchen, daß nicht in Ihren Repos enthalten ist, kann http://rpmfind.net/ Ihnen helfen. Sie finden dort eine Vielzahl von Paketen, die nicht mit Fedora ausgeliefert werden, aber trotzdem benötigt werden. Oder auch einfach nur ältere Versionen.

Koji – Alte Pakete finden, die Fedora aus dem Repo gelöscht hat.

Rufen Sie mal diese URL auf :  http://koji.fedoraproject.org/koji/packageinfo?packageID=280

Sie werden dort die Liste aller HTTPD Pakete finden, die jemals für Fedora gebaut wurden.

alle jemals gebauten Pakete für ein Programm

alle jemals gebauten Pakete für ein Programm

Suchen Sie sich die Version aus, die Sie gern hätten und klicken Sie auf den Link. Sie bekommen dann die Paketinformationen angezeigt. Diese enthält auch alle Downloadlinks zu den jeweiligen Architekturen.

genaue Paketinformationen und Downloadlinks

genaue Paketinformationen und Downloadlinks