„Wie konnte das nur passieren ?“ wird sich der eine oder andere fragen. Die Erklärung ist einfach, die Leser des Linux Journals haben „diese“ Woche KDE zur besten Desktopumgebung gewählt.
ausgerechnet KDE …
Erstmal die Zahlen:
KDE: 35%
GNOME: 20%
Xfce: 15%
Cinnamon: 11%
MATE: 7%
Other: 7%
Unity: 3%
LXQt: 1%
Die sehen an sich schon komisch aus, normalerweise würde man krummere Werte erwarten.
Für mich sieht das nach einer geringen Beteiligtenrate aus, als für eine aussagekräftige Umfrage nötig wären. Da die Zahlen aber nicht offen gelegt wurden, werden wir das nie erfahren.
Edit: Wer sich ein Bild machen will von KDE 5 , kann sich dies Video auf Youtube ansehen.
Zum Warum …
Da kann man natürlich nur mutmaßen und sich die Kommentare ansehen. Oh, geht ja gar nicht, wenn man sich nicht bei Disqus einloggen kann. Na sowas, haben wir hier vielleicht eine kleine elitäre Blase entdeckt? Die Vorschläge zu den Desktops kamen von Twitter, die Abstimmung erfolgte auf der Webseite, die Info über die Abstimmung kam per Feed rein, wird aber vermutlich auch per Twitter und Webseite verbreitet worden sein.
Ich nehme jetzt mal meine LUG als Peergruppe:
Altersdurchschnitt: 60+ Lesen englischer Webseiten: < 5 Nutzen KDE : 1 Wissen was KDE ist : 1 Social Media Aktivitäten : 0
Ich lehn mich mal weit aus dem Fenster:
0 Menschen dieser Peergruppe haben an der Umfrage teilgenommen 😀
Abschluss
Das mir jetzt keiner nachsagen will, ich würde KDE nicht mögen 😉 Stimmt nicht, weil ich damit fast bis gar keine Erfahrungen habe, maße ich mir das nicht an, es nicht zu mögen. Das Linux Journal an sich, hat auch gelegentlich mal gute Beiträge auf Lager. Es per RSS Feed zu beobachten, lohnt sich.
Was ich anprangere, ist der Umstand, das keine Teilnehmerzahl veröffentlicht wurde um die Ergebnisse zu relativieren.
Dem, was ich bei unseren LUG Treffen so sehe, ist das eher so, daß Gnome, XFCE, Cinnamon und Mate vorn liegen und KDE „abgeschlagen“ ist. Ich z.b. nutze Cinnamon und GNOME parallel auf Desktop und Laptop, GNOME nur, weil es noch Xorg aktiv unterstützt, was man ab und zu braucht.
CheckTLS Confidence Factor for „szdm.digitalesdesign@sz.de“: 100
MX Server
Pref
Answer
Connect
HELO
TLS
Cert
Secure
From
To
mshgw-mx01.msh.de [212.4.227.210]
50
OK (86ms)
OK (114ms)
OK (89ms)
OK (90ms)
OK (1,094ms)
OK (93ms)
OK (94ms)
OK (120ms)
mshgw-mx01.msh.de [212.4.227.209]
50
OK (86ms)
OK (88ms)
OK (86ms)
OK (90ms)
OK (860ms)
OK (96ms)
OK (92ms)
OK (95ms)
mshgw-mx01.msh.de [212.4.227.208]
50
OK (96ms)
OK (84ms)
OK (86ms)
OK (87ms)
OK (1,023ms)
OK (92ms)
OK (90ms)
OK (90ms)
mshgw-mx02.msh.de [212.4.227.212]
50
OK (90ms)
OK (93ms)
OK (90ms)
OK (89ms)
OK (1,024ms)
OK (91ms)
OK (91ms)
OK (95ms)
mshgw-mx02.msh.de [212.4.227.211]
50
OK (90ms)
OK (93ms)
OK (87ms)
OK (92ms)
OK (1,002ms)
OK (87ms)
OK (94ms)
OK (94ms)
mshgw-mx02.msh.de [212.4.227.213]
50
OK (88ms)
OK (87ms)
OK (91ms)
OK (87ms)
OK (1,069ms)
OK (98ms)
OK (91ms)
OK (90ms)
Average
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
100%
Das Testergebnis via checktls.com ist an sich ganz ok, bis auf den kleinen, aber entscheidenen Hinweis, das die Verbindung nur mit TLS 1.0 abgesichert ist 🙂
Die Verbindung selbst wurde am 14. 3. 2018 um 11:45 Uhr getestet und liefert für alle Server das gleiche Ergebnis:
Trying TLS on mshgw-mx01.msh.de[212.4.227.210] (50):
Also ich werde der Süddeutschen Zeitung keine geheimen Daten schicken , ohne die nochmal mit PGP/GPG zu verschlüsseln und am besten gar nicht per Email, sondern gleich per POST mit einem DoubleLayerEncryption USBStick 😀
BSI zu TLSv1.0
Laut der technischen Richtlinie gelten TLS 1.0 und TLS 1.1 als unsicher und
werden nicht mehr empfohlen.
...
Dieser Mindeststandard referenziert die technische Richtlinie TR-02102-2 und
fordert für die Bundesverwaltung den Einsatz von TLS 1.2 mit PFS.
ums mal ganz klar zu sagen :
Liebe Süddeutsche,
damit Eure Whistleblower auch in Zukunft noch Mail schicken, was sie zwar nicht sollten, aber das ist ein anderes Thema, wechselt doch mal die Mailserverinfrastutur aus, z.B. indem der Anbieter das Update von 2008 auf TLS 1.2 einspielt. Verschlüsselung auf dem Technikstand von 1999 einzusetzen , ist keine Lösung!