Mailserver Chiper prüfen

Wenn man wissen will, welcher Cipher bei seinem Mailserver zum Einsatz kommt,
kann man über openssl den SSL-Bericht erstellen lassen:

openssl s_client -port 25 -host 127.0.0.1 -starttls smtp

Das Ergebnis könnte dann u.a. so aussehen:


SSL handshake has read 5832 bytes and written 602 bytes

New, TLSv1/SSLv3, Cipher is DHE-RSA-AES256-GCM-SHA384
Server public key is 4096 bit
Secure Renegotiation IS supported
Compression: NONE
Expansion: NONE
SSL-Session:
Protocol : TLSv1.2
Cipher : DHE-RSA-AES256-GCM-SHA384
Session-ID: 5A9E7EE1836BDA1B5AF948EAC253EAE24ACD72FB8C3AAAFA1D05AFB87138ABB7
….

Der Cipher ist leicht zu erkennen. Bei der Beurteilung ob er sicher ist, müssen Sie nun Google fragen.

otto.de – Ihre Bestellung vom 20.01.2014

Ich bin seit vorgestern OTTO Kunde und ich bin dermaßen zufrieden, daß ich komplett vergessen habe, was ich da eigentlich gekauft habe. So, oder so ähnlich hatten sich die russischen Angreifer das wohl auch gedacht und mir prompt eine tolle Rechnung im allseits beliebten ZIP Format geschickt. Das dies bei OTTO nicht üblich ist, und natürlich nur den Virus verschleiern soll, der da angehängt ist im Archiv, beweist alleine schon der Satz „heute erhalten Sie Ihre Rechnung im Zip-Format“ , den man ja nicht schreiben müßte, wenns nicht was besonderes wäre.

Clever wie die Angreifer sind, schicken Sie den Inhalt in UTF-8 Kodierung, sagen der Email aber, sie wäre ISO-8859-15 aka windows-1251, was zum lustigen Umstand führt, daß die Email nur Schrottzeichen anzeigt, statt Umlauten. Wofür „=EF=BB=BF“ steht, konnten wir auf die schnelle nicht klären.

------=_NextPart_000_0075_01C4DE7E.C46E4B31
Content-Type: text/plain;
        charset="windows-1251"
Content-Transfer-Encoding: quoted-printable

=EF=BB=BF
Sehr geehrte Kundin!

heute erhalten Sie Ihre Rechnung im Zip-Format. Vielen Dank f=C3=BCr Ihre B=
estellung im OTTO.

Herzliche Gr=C3=BC=C3=9Fe,
Ihr OTTO-Online-Team

Sie sind mit folgender E-Mail-Adresse registriert: xxxx@xxxxxxxxxxxxxx

Auf in die Mülltonne, wo es hingehört.

Das Internet der Dinge, oder warum Ihr Kühlschrank Ihnen Spams schickt.

Es ist kaum ein Jahr her, da habe ich mich gegen das Netz der Dinge ausgesprochen, denn niemand braucht es wirklich. Gestern war es endlich soweit, das Netz der Dinge wurde zum Netz des Grauens. Wie man in nachfolgendem Link schön nachlesen kann, wurde ein neues Botnetz entdeckt, daß neben den üblichen PC’s und DSL Routern auch andere ans Internet angeschlossene Geräte beinhaltet hat, u.a. auch einen Kühlschrank:

http://www.golem.de/news/thingbot-botnetz-infiziert-kuehlschrank-1401-103978.html

Und das wird nicht der einzige Kühlschrank gewesen sein, sondern nur den ersten den man erwischt hat. Scott Adams, einigen bekannt als der Vater von Dilbert, hat mal den Begriff des Individuos geprägt und meint damit Menschen, die zu dumm und zu uninteressiert sind, sich mit dem zu beschäftigen, was Sie gerade benutzen. Ein Individuo würde folglich niemals merken, daß sein Kühlschrank gehackt wurde, bis ein anderer es ihm sagt. Er wäre aber dreist genug, den Hersteller auf Millionen zu verklagen, weil er die Katze im gleichen Kühlschrank gefriergetrocknet hat.

Ein Individuo würde natürlich auch den Kühlschrank wegschmeissen, und durch das gleiche Modell mit dem gleichen Softwarefehler ersetzen. Er würde ihn natürlicher wieder ans Internet anschliessen, schliesslich ist er ja nur kaputt gewesen.

Individuos werden immer von intelligenteren, aber nicht klügeren, anderen Individuos mit neuem Kram eingedeckt. Beide Seiten sind damit voll aufzufrieden und werden auch in den nächsten 1000 Jahren nichts an dieser Kausalschleife ändern, mit der es sich doch so prima vor sich hin leben läßt.

Die Leidtragenden sind die Menschen, die so einen Kühlschrank nicht wollen und auch nie ans Netz anschliessen würden, weil sie immer mit der Dummheit der intelligenten Individuos rechnen. Kaufen und teuer bezahlen müßten Sie den Schrott trotzdem, weil sie eine Minderheit im Individuomarkt … oh pardon … Massenmarkt darstellen.

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie ein Individuo sind, oder nur einer Minderheit angehören, kaufen Sie sich doch mal einen neuen Virenscanner und prüfen Sie Ihren Rechner damit. Die Trefferrate zum Erkennen von Individuorechnern liegt bei 99.9% .